Audi-Chef Duesmann befürchtet Tempolimit

Audi-Chef Markus Duesmann rechnet aus politischen Gründen mit einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen. "Ein Tempolimit hat einen CO2-Effekt, das lässt sich nicht wegdiskutieren", sagte Duesmann der "Wirtschaftswoche" (Freitag).
| dpa
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Markus Duesmann, Vorsitzender des Vorstands und Vorstand für Technische Entwicklung und Baureihen der AUDI AG.
Markus Duesmann, Vorsitzender des Vorstands und Vorstand für Technische Entwicklung und Baureihen der AUDI AG. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild
Ingolstadt

Er würde das "nicht begrüßen", denn "intelligente, vernünftige Lösungen" seien besser als Verbote: "Zum Beispiel bieten Digitalisierung und Verflüssigung des Verkehrs noch enorme Einsparpotenziale", sagte der Audi-Chef, der zugleich Technik-Vorstand des Volkswagen-Konzerns ist. "Ich freue mich nicht auf ein Tempolimit, aber ich glaube, dass es kommen wird."

Laut "Wirtschaftswoche" arbeitet Audi an einem Zeitplan für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Für jedes Werk würden Zeiträume festgelegt, abhängig vom Markterfolg der Elektroautos. Spätestens 2035 wolle Audi nur noch Autos mit E-Motor anbieten.

Auf der Kippe steht der Kleinwagen A1. In diesem Segment sei der VW-Konzern gut vertreten. "Das wird auf jeden Fall diskutiert", sagte Duesmann. Audi werde sich auf größere Fahrzeuge konzentrieren: "Wir werden nicht nur eine Verschiebung nach oben haben, sondern in jedem Segment Highlights setzen."

Mit dem Artemis-Projekt will er ein völlig neues Bordnetz für viele Fahrzeuge im VW-Konzern entwickeln und E-Autos schnell an den Start bringen. Das erste Artemis-Modell soll ein Audi sein und 2024 auf den Markt kommen. Duesmann sagte, dabei gehe es um "hoch und vollautomatisiertes Fahren und ein neues Raumgefühl": Das sei der Luxus der Zukunft.

Duesmann, der privat über 20 Motorräder besitzt, denkt auch über einen Einstieg der Marke Audi in den Motorradmarkt nach. "Vielleicht wird Audi ein Zweirad im Angebot haben. Mit der Marke DKW hat unser Unternehmen eine große Zweiradgeschichte", sagte er. "Außerdem haben wir das Unternehmen Ducati, das zu Audi gehört."

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