Anwalt des ICE-Angreifers: Frage nach Schuldfähigkeit

Der Verteidiger des mutmaßlichen ICE-Messerangreifers hält eine genaue psychiatrische Diagnostik in dem Verfahren gegen seinen Mandanten für wichtig. "Es soll eben genau nicht der Eindruck entstehen - auch nicht im Sinne der Verteidigung -, dass leichtfertig von einer Schuldunfähigkeit ausgegangen wird", sagte der Nürnberger Rechtsanwalt Maximilian Bär am Montag.
| dpa
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Nürnberg

Der 27-jährige Syrer soll am Samstag vier Männer in dem Zug mit einem Messer angegriffen haben. Ein Gutachter kam in einer vorläufigen Einschätzung zu dem Schluss, dass der Mann unter einer "paranoiden Schizophrenie" leidet, er wahnhafte Vorstellungen hat und seine Schuldfähigkeit zur Tatzeit aufgehoben war.

Laut dem Verteidiger ist es wichtig, Sicherheit in der Frage nach Schuldfähigkeit oder Schuldunfähigkeit zu bekommen. Ein ausführliches Gutachten des Sachverständigen sei einer der Punkte, der in so einem Verfahren höchste Relevanz habe, sagte der Anwalt.

Den bisherigen Umgang der Ermittlungsbehörden mit dem Fall lobte er als "vorbildlich", die Pressekonferenz am Sonntag als "fair und angemessen". Es seien innerhalb kurzer Zeit unglaublich viele Ermittlungsergebnisse erbracht worden.

© dpa-infocom, dpa:211108-99-916151/2

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