Anklage wegen gestohlener Bitcoins im Wert von 180 000 Euro

Bamberg (dpa/lby) - Er soll Bitcoins im Wert von 180 000 Euro gestohlen haben: Die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern hat einen 30 Jahre alten Münchner wegen Computerbetrugs angeklagt. Der ehemalige Systemadministrator soll einem Unternehmen aus dem süddeutschen Raum die Bitcoins gestohlen haben.
von  dpa
Eine Bitcoinmünze. Foto: Ina Fassbender/Archivbild
Eine Bitcoinmünze. Foto: Ina Fassbender/Archivbild © dpa

Bamberg (dpa/lby) - Er soll Bitcoins im Wert von 180 000 Euro gestohlen haben: Die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern hat einen 30 Jahre alten Münchner wegen Computerbetrugs angeklagt. Der ehemalige Systemadministrator soll einem Unternehmen aus dem süddeutschen Raum die Bitcoins gestohlen haben. Dem Mann werde ein besonders schwerer Fall des Computerbetrugs zur Last gelegt, teilte ein Justizsprecher am Donnerstag in Bamberg mit. Das Gesetz sehe hierfür eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren vor.

Der Mann habe vor der Tat bei der Firma gearbeitet, die unter anderem Server für den Handel mit digitalen Währungen wie dem Bitcoin betreibe. Um seine Spur zu verwischen, habe er die Summe erst auf sein eigenes und dann in mehreren Teilen auf weitere Konten überwiesen. Zudem habe er seine IP-Adresse verschleiert, mit der sein Computer hätte identifiziert werden können.

Der 30-Jährige kam kurz vor Weihnachten 2018 in Untersuchungshaft. Er räumte im weiteren Verlauf der Ermittlungen die Tat ein und half mit, einen Teil der gestohlenen Bitcoins sicherzustellen. Der Haftbefehl wurde daraufhin gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Wird die Anklage zugelassen, muss sich der 30-Jährige vor dem Amtsgericht München verantworten.