Anklage: Mutmaßlicher Betreiber eines Darknet-Drogenshops

Mehr als 51 Kilo Marihuana sollen mutmaßliche Drogendealer im Internet verkauft haben. Gegen zwei Männer und eine Frau wurde nun Anklage erhoben, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern am Dienstag in Bamberg mitteilte. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis.
| dpa
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Auf der Richterbank liegt am ein Richterhammer aus Holz.
Auf der Richterbank liegt am ein Richterhammer aus Holz. © Uli Deck/dpa/Illustration/Archivbild
Bamberg

Auf die Spur der Verdächtigen aus Baden-Württemberg kamen die Ermittler im Darknet - einem Bereich des Internets, in dem sich Nutzer fast anonym bewegen können. Unter dem Namen "Lenas Bioladen" sollen sie auf drei Plattformen einen Drogenhandel betrieben haben. Dort "konnten Käufer aus ganz Deutschland sowie dem benachbarten Ausland Cannabisprodukte bestellen, die ihnen dann auf dem Postweg zugestellt wurden", erklärten die Ermittler.

Zwischen September 2017 und März 2020 sollen die Angeklagten 8723 Drogenpäckchen verschickt haben - größtenteils über einen Briefkasten in Neu-Ulm. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie mit dem Laden mehr als 740 000 Euro verdienten.

Die beiden Männer im Alter von 32 und 42 Jahren sitzen seit Ende Juli in Untersuchungshaft. Inzwischen haben die Ermittler auch die 34-jährige Ehefrau eines der Verdächtigen im Visier, die vor allem Drogenpäckchen zur Post gebracht haben soll. Dem Trio wird bandenmäßiges Handeln mit Betäubungsmitteln vorgeworfen.

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