Gündogan: Oenning schwärmt von seinem Shooting-Star (18)

„Wie der abgeht, das ist schon stark“. Wieder Doppelpack von Kaya (19) beim 5:1 in Erfurt. Käpt’n Wolf gibt sein Comeback.
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Platz da, hier stürmt Nürnbergs neuer Shooting-Star: Ilkay Gündogan (Mitte) setzt sich gleich gegen zwei Erfurter Abwehrspieler durch.
Wolfgang Zink Platz da, hier stürmt Nürnbergs neuer Shooting-Star: Ilkay Gündogan (Mitte) setzt sich gleich gegen zwei Erfurter Abwehrspieler durch.

„Wie der abgeht, das ist schon stark“. Wieder Doppelpack von Kaya (19) beim 5:1 in Erfurt. Käpt’n Wolf gibt sein Comeback.

NÜRNBERG/ERFURT Hat der Club endlich wieder einen richtigen Spielmacher? Zuletzt glänzte Zvjezdan Misimovic auf der zentralen Mittelfeld-Position, wechselte nach dem Abstieg aber nach Wolfsburg. Jetzt könnte der Deutsch-Türke Ilkay Gündogan der neue Mittelfeld-Motor beim FCN werden! In der Winterpause aus Bochum ablösefrei losgeeist, legte der erst 18-jährige Ilkay (Vertrag bis 2013) im vergangenen halben Jahr körperlich mächtig zu und begeisterte in den ersten vier Testspielen. Wie auch beim 5:1-Erfolg am Samstag vor 2919 Zuschauern beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt. „Wie er abgeht und was er spielt, das ist schon stark“, schwärmte Trainer Michael Oenning.

"Lassen wir ihn einfach Ilkay sein"

Beim Test im Steigerwaldstadion war Gündogan zur Pause für Peter Perchtold gekommen. Und nahm sofort das Heft in die Hand. „In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan, nach dem Wechsel haben wir dann mit Struktur gespielt,“ bilanzierte Oenning den Auftritt des blutjungen Antreibers mit der Rückennummer 22.

Gündogan wirkt bisweilen wie eine Mischung aus Misimovic und dem Ex-Bremer Diego. Für Manager Martin Bader ist dieser Vergleich zwar „sehr hoch gegriffen“. Aber auch Bader bescheinigt dem Ex-Bochumer besondere Fähigkeiten, mit dem Ball umzugehen und die Mitspieler in Szene zu setzen.

„Lassen wir ihn einfach Ilkay sein“, hält Oenning nichts von Vergleichen. Doch der Coach ist voll von Gündogan überzeugt. Augenzwinkernd ergänzt er: „Ich kenne ihn ja schon länger.“ Aus seiner Zeit als Bochumer Nachwuchs-Koordinator nämlich. Darum wollte Oenning dem FCN die Dienste des Juwels unbedingt sichern.

Kapitän Wolf: Gelbe Karte beim Comeback

Auch der zweite Ex-Bochumer im Team hat einen Lauf: Beim 5:1 in Erfurt erzielte Güngör Kaya (19) – nach 61 Minuten für Angelos Charisteas gekommen – bereits seinen zweiten Doppelpack für den Club. Oenning: „Der Kleine schießt Tore. Das ist schon mal super.“ Endlich auch in Schusslaune ist der im Winter von Erfurt nach Nürnberg gewechselte Albert Bunjaku mit bislang drei Toren. Wobei sein 2:1-Führungstreffer selbst von den Rot-Weiß-Fans heftig beklatscht wurde.

Trainer-Lob gab es auch für einen anderen: für Kapitän Andy Wolf. Der 27-jährige Abwehrspieler kam in Erfurt erstmals nach seiner Meniskus-Operation wieder 45 Minuten zum Einsatz. Zuletzt stand Wolf am 3.April gegen TuS Koblenz (2:0) im Team. Oenning: „Wolfi hat es ganz gut hingekriegt. Wichtig war für ihn, dass er das Gefühl bekommt, dass es wieder geht.“ Gelbe Karte (36.) nach einem Foul an Thomas Ströhl inklusive. Ein Gefühl der besonderen Art gab’s auch für Chhunly Pagenburg. Der ehemalige Cluberer hatte Erfurts Führung (8.) besorgt.

Matthias Hertlein

Mehr über den Club und wie Keeper Raphael Schäfer den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft einschätzt, lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Montag, 13. Juli

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