Club-Trainer Hecking will Freiburg Druck machen!

„Wir müssen selber nach vorne agieren“, lautete der Auftrag an seine Mannschaft
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Stärken ja, aber Dieter Hecking kennt auch die Schwächen der Freiburger.
Wolfgang Zink Stärken ja, aber Dieter Hecking kennt auch die Schwächen der Freiburger.

„Wir müssen selber nach vorne agieren“, lautete der Auftrag an seine Mannschaft

NÜRNBERG Eigentlich ist Club-Trainer Dieter Hecking ja kein Typ, der Rachegelüste hegt. Seit jenem 17. April 2010 steckt allerdings ein „kleiner Stachel“ in seinem Fleisch, den er gerne bereits am Samstag (15.30 Uhr) bei der Heimpremiere gegen Freiburg wieder herausziehen möchte.

Mit Freiburg noch eine Rechnung offen

1:2 hatte seine Mannschaft letzte Saison im Breisgau verloren. Besonders ärgerlich daran war, dass sich der Club damals mit einem Sieg ziemlich sicher frühzeitig aller Abstiegssorgen entledigen hätte können. Stattdessen legte der direkte Konkurrent im Ringen um den Klassenverbleib mit diesem Erfolg den Grundstein für seinen Endspurt: Sieben Punkte holten die Freiburger aus den letzten drei Spielen. Der Club nur drei – und musste deshalb in der Relegation nachsitzen. Damit nicht genug: Schon das Hinspiel am 28. November hatten die Freiburger durch einen Treffer des Ex-Fürthers Stefan Reisinger in Nürnberg mit 1:0 gewonnen – nach einer 0:6-Pleite in Bremen.

Hecking und seine Schützlinge haben also mit den Gästen noch eine Rechnung offen. Und selten standen die Sterne für eine Revanche günstiger. Während der Club mit dem 1:1 in Gladbach Selbstvertrauen getankt hat, haben die Freiburger den Bundesligastart verpatzt. „Wir sind konditionell, technisch und taktisch noch nicht auf dem Stand, wie ich mir das vorstelle“, grollte SC-Trainer Robin Dutt nach der 1:3-Heimpleite gegen St. Pauli. Eine Bankrotterklärung. Immerhin hatte der Freiburger Fußball-Lehrer während der längsten Vorbereitung der Bundesliga-Geschichte über sieben Wochen Zeit, seine Truppe auf Vordermann zu bringen. Und nun ist nur schwer vorstellbar, dass seine Profis die Defizite innerhalb einer Woche aufgeholt haben.

"Unter Druck war ihre Fehlerquote gegen St. Pauli schon eminent hoch"

Gewarnt sollten Kapitän Andy Wolf & Co. aber dennoch sein. Hecking: „Ich glaube, dass die Freiburger Mannschaft sehr unangenehm zu spielen ist. Sie werden die Räume eng machen. Und sie haben mit Jonathan Jäger, Jan Rosenthal, Cedric Makiadi und Pappis Cissé sehr gute Leute, die das Konterspiel beherrschen.“ Soweit will es der 45-Jährige aber gar nicht erst kommen lassen. „Wir müssen selber nach vorne agieren“, lautete der Auftrag an seine Mannschaft, die bis auf den Ausfall von Jung-Regisseur Ilkay Gündogan (AZ berichtete) der Startelf von Gladbach gleichen wird. Für Ilkay rückt in Heckings bewährtem 4-2-3-1-System Mike Frantz auf die rechte Mittelfeldseite. Die Fäden in der Zentrale soll Bayern-Leihgabe Mehmet Ekici ziehen. Soweit zumindest die Theorie.

In der Praxis wird es laut Hecking dann aber vor allem auf eines ankommen: „Wir müssen sie von Anfang an unter Druck setzen. Denn unter Druck war ihre Fehlerquote gegen St. Pauli schon eminent hoch.“ Was bedeutet: Seine Profis haben es im Prinzip selbst in der Hand, ob sie dann mit einem geschmeidigen Ruhekissen von vier Punkten in die anstehende Länderspielpause starten wollen. Krischan Kaufmann

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