Das verdienen Deutsche und Ausländer in der Region

Die Statistiken belegen: In Nürnberg erhalten rund 23 Prozent der Migranten eine staatliche Unterstützung – doch nur sieben Prozent der Deutschen nehmen Sozialleistungen in Anspruch
von  Abendzeitung
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Die Statistiken belegen: In Nürnberg erhalten rund 23 Prozent der Migranten eine staatliche Unterstützung – doch nur sieben Prozent der Deutschen nehmen Sozialleistungen in Anspruch

NÜRNBERG Deutsche und Migranten – über kaum ein Thema wurde in diesem Jahr so gestritten und diskutiert! Ein Punkt: Wer verdient eigentlich wie sein Geld – durch die Stütze oder durch einen Arbeitsplatz? Dabei gibt es knallharte Zahlen und Fakten, die die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sammeln. Nun wurden Statistiken unter dem Titel „Bevölkerung nach Migrationsstatus regional“ veröffentlicht.

Ein Thema: Wie bestreiten die Bayern ihren Lebensunterhalt, wer bekommt staatliche Unterstützung – und wer davon hat einen deutschen Pass? Das Ergebnis für Nürnberg: Hier erhalten 23 Prozent der Ausländer Geld vom Staat, dagegen aber nur sieben Prozent der Deutschen.

Allerdings: Die Sozialleistungen sind nicht pauschal ALG I oder Hartz IV. Es fallen auch Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung, Eingliederungs- oder Pflegehilfen, BaföG oder Elterngeld darunter.

Überraschendes Ergebnis im Vergleich der bayerischen Regionen: In Oberbayern hatten 2008 mehr Menschen ohne deutschen Pass Arbeit als die Einheimischen selbst (48 Prozent). Die Stadt München schlägt Nürnberg in dieser Beziehung um Längen: Hier sind 53 Prozent der Ausländer erwerbstätig. In Nürnberg sind es nur 42 Prozent.

In Nürnberg scheinen auch mehr Rentner zu wohnen: 18 Prozent der Deutschen kassieren hier Rente und Pension, in München sind es dagegen nur elf Prozent.

Es dürfte klar sein, dass in den Großstädten mehr Ausländer ohne deutschen Pass auf Sozialleistungen angewiesen sind als in den ländlichen Gebieten. Die Daten schlüsseln aber auch auf, wie viele Leute in ganz Bayern und in Franken von der Rente leben – vergleichen Sie selbst: Die ausführlichen Tabellen finden Sie in der Print-Ausgabe Ihrer AZ am Donnerstag, 25.11.