Aiwanger erwägt FFP2-Masken statt Ladenschließungen

Geht es nach Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, soll das Tragen von FFP2-Masken notfalls auch verpflichtend sein. Der von Bund und Ländern beschlossene harte Lockdown müsse durch weitere Maßnahmen flankiert werden.
| dpa
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Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister in Bayern.
Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister in Bayern. © Matthias Balk/dpa
München

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zieht FFP2-Masken als mittelfristige Alternative zur Schließung von Geschäften in Betracht. "Debatten über Infektionsrisiken und darauf begründeten Schließungen müssen wir die Grundlage entziehen, notfalls mit verpflichtender FFP2-Maske", sagte der Politiker der Freien Wähler dem Münchner Merkur (Samstagsausgabe).

Nach den Lockdown-Beschlüssen von Bund und Ländern am Sonntag bekräftigte Aiwanger seine Forderung: "Die Schließungen zwischen dem 16. Dezember und dem 10. Januar 2021 müssen mit mittelfristigen Maßnahmen flankiert werden, die den Gesundheitsschutz der Menschen im öffentlichen Raum gewährleisten." Es brauche neben den bisherigen Hygiene- und Abstandsregeln zusätzlich ein FFP2-Maskengebot dort, wo sich Menschen im öffentlichen Raum nahe kämen.

"Wenn es im Handel oder auf dem Parkplatz ein Ansteckungsrisiko geben sollte, dann gibt es das auch im Supermarkt mit Lebensmitteln, im ÖPNV oder an der Tankstelle, die ja trotz Lockdown geöffnet haben", betonte der Minister laut Mitteilung.

In Richtung Einzelhandel sagte Aiwanger im Münchner Merkur: "Ich würde den Senioren am Eingang des Supermarkts eine solche Maske schenken, schließlich lassen sie das Geld dann wieder im Markt." FFP2-Masken böten einen guten Schutz. Diese würden auch über das Ende des harten Lockdowns hinaus gebraucht.

In einer nur einstündigen Videoschalte hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Sonntag auf einen strengen Lockdown ab kommender Woche geeinigt.

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