Ärger um Corona-Auflagen: Buskartell-Prozess unterbrochen

Nach Ärger um Corona-Auflagen im Gerichtssaal ist der Prozess um ein mutmaßliches Buskartell in Augsburg vorerst unterbrochen worden. Wie das Augsburger Landgericht am Donnerstag mitteilte, wurde der geplante Verfahrenstermin am 14. Oktober abgesetzt. Für die geplanten weiteren Termine danach gelte - anders als noch zum Prozessauftakt - eine Maskenpflicht für alle rund 40 Beteiligten im Sitzungssaal. Am 24. November soll dann ein Hygiene-Sachverständiger befragt werden, ob die Corona-Vorkehrungen des Gerichts ausreichend sind. Zu einem früheren Termin könne der Sachverständige nicht kommen, sagte ein Gerichtssprecher.
| dpa
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Blick auf das Strafjustizzentrum in Augsburg.
Blick auf das Strafjustizzentrum in Augsburg. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
Augsburg

Beim Prozessauftakt am Dienstag hatte die Verteidigung zu geringe Abstände moniert. Mehrere der sechs Angeklagten sind älter als 80 Jahre und gehören damit zur Corona-Risikogruppe. Gleichzeitig sah ein Anwalt die Öffentlichkeit des Verfahrens nicht gewahrt, weil nicht genügend Zuschauer und Pressevertreter im Saal erlaubt seien.

Vorsitzender Richter Peter Grünes hatte die Verhandlung vorerst dennoch fortgesetzt. Den Angeklagten wird vorgeworfen, mit ihren Busunternehmen rund 71,5 Millionen Euro durch illegale Preisabsprachen bei Ausschreibungen von Aufträgen für den öffentlichen Nahverkehr in Schwaben kassiert zu haben.

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