2:1! Club schießt Hertha ab

Angelos Charisteas stürzte die Berliner in der Nachspielzeit endgültig ins Tal der Tränen, Fans randalierten nach dem Spiel. Der FCN bleibt mit 24 Punkten auf Rang 15
von  Abendzeitung
Marcel Risse (li.) setzt sich gegen Berlins Raffael durch. Die Hertha taumelt am Abgrund.
Marcel Risse (li.) setzt sich gegen Berlins Raffael durch. Die Hertha taumelt am Abgrund. © dpa

BERLIN - Angelos Charisteas stürzte die Berliner in der Nachspielzeit endgültig ins Tal der Tränen, Fans randalierten nach dem Spiel. Der FCN bleibt mit 24 Punkten auf Rang 15

Der Grieche Thefanis Gekas hatte die Berliner mit seinem dritten Saisontor (37.) in Führung gebracht, Albert Bunjaku (61.) erzielte mit seinem zwölften Saisontreffer den Ausgleich.

Vor der Saison-Rekordkulisse von 57.761 Besuchern waren die Berliner lange Zeit die bessere Mannschaft. Ungewohnt mutig und offensiv gingen die Hausherren die Partie an und erarbeiteten sich dank eines verbesserten Flügelspiels eine Vielzahl guter Chancen. Vor allem Gekas hatte beste Möglichkeiten. In der 16. Minute traf der Winterneuzugang aus fünf Metern mit einem Schuss aus der Drehung nur den Pfosten. Eine Minute später scheiterte Sturmkollege Adrian Ramos aus halbrechter Position mit einem unplatzierten Schuss an Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer.

Auch in der Folgezeit stand der starke Schäfer im Mittelpunkt. In der 21. Minute lenkte er den Ball nach einem Kopfball von Raffael an die Latte, kurz danach entschärfte er einen Kopfball von Gekas aus kurzer Distanz. In der 37. Minute war Schäfer nach einem Abstauber von Gekas dann aber machtlos. Die Gäste konnten sich nur selten vom Druck der Berliner befreien. Lediglich Marcel Risse mit einem Distanzschuss und Ilkay Gündogan, der frei vor dem Tor den Fuß nicht hinter den Ball brachte, sorgten vor der Pause für Gefahr.

Nach dem Seitenwechsel blieb zunächst Hertha am Drücker. In der 55. Minute scheiterte Raffael nach schöner Einzelleistung erneut an Schäfer. Wie aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich. Nach einer Ecke köpfte Bujanku ein, Gegenspieler Arne Friedrich stand zu weit von ihm entfernt. Für Herthas Pal Dardai stand die Partie unter einem glücklichen Stern. Der ungarische Mittelfeldspieler absolvierte sein 281. Bundesliga-Spiel und löste Michael Sziedat als alleinigen Rekordspieler des Klubs ab.

Bei den Berlinern gefiel neben Gekas auch Dardai wegen seines unermüdlichen Einsatzes, bei den Franken waren Keeper Schäfer und Marcel Risse die besten Spieler.

Mehrere Dutzend zum Teil vermummte Hertha-Chaoten durchbrachen nach dem Schlusspfiff die Absperrungen und drangen bis in den Spieler-Bereich vor. Ordner und Polizei mussten die Berliner Profis schützen.