Bundesliga im EM-Modus? - Virologe: Kein Fußball in 2020

Laut einem Medienbericht prüft die Deutsche Fußball Liga drei Modelle, wie sie die Bundesliga-Saison zu Ende bringen kann. Ein Virologe geht davon aus, dass erst im kommenden Jahr wieder gespielt werden kann. Für die Vereine ein Schreckenszenario.
| dpa
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Das Coronavirus hat auch den Fußball fest im Griff.
Kathrin Brunnhofer/dpa/dpa Das Coronavirus hat auch den Fußball fest im Griff.

Hamburg - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will sich zu Spekulationen über das Format einer Saison-Fortsetzung nicht äußern.

Die Vereinigung der Clubs aus der 1. und 2. Bundesliga verwies auf eine weitere Konferenz in der Woche ab dem 30. März. Wegen der Corona-Pandemie ist der Spielbetrieb in den beiden Profiligen vorerst bis zum 2. April ausgesetzt.

Laut einem Medienbericht könnte die unterbrochene Saison im Modus eines EM-Turniers an festen Spielorten in kurzer Zeit zu Ende gespielt werden. Im Rahmen ihrer Notfall-Überlegungen prüfe die Deutsche Fußball Liga feste Austragungsorte in allen Regionen des Landes, an denen dann mehrere Partien pro Tag angesetzt würden, berichtete der "Sportbuzzer".

Um die Risiken der Coronavirus-Pandemie zu minimieren, würden demnach an allen Standorten Hotels nur für die Erst- und Zweitligisten gebucht, die dann von dort ins Stadien und nach den Spielen direkt wieder weggebracht würden.

Dies sei aber nur eines von drei möglichen Szenarien für eine schnelle Durchführung der verbleibenden neun Spieltage. Denkbar sei auch, dass die Spielzeit mit Partien in ganz kurzer Abfolge innerhalb von nur 16 Tagen zu Ende gebracht wird, heißt es in dem Bericht. Auch eine Serie englischer Wochen mit nur wenigen Tagen Pause zwischen den Partien sei eine der Optionen.

Dagegen erwartet der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit, dass in diesem Jahr nicht mehr Profifußball gespielt werden kann. "Ich gehe fest davon aus, dass es erst wieder im nächsten Jahr stattfinden kann in dem Umfang", sagte der Mediziner des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg im "Sportclub" des NDR-Fernsehens.

Die DFL hofft, dass wenigstens im Mai die Saison mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt werden könnte. "Ich glaube, es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann", sagte Schmidt-Chanasit. "Wir sehen ja, wie die Situation ist in Europa und was uns noch bevorsteht." Bei der Aufhebung von Maßnahmen werde der Fußball erst ganz zum Schluss kommen, "weil er einen starken Einfluss auf die Dynamik dieser Ausbreitung hat".

Für die Bundesligisten wäre eine Spielpause bis zum kommenden Jahr ein Schreckenszenario. Die Clubs wollen diese Saison, wenn irgendwie möglich, zu Ende spielen, um weiter auf TV-Einnahmen und Sponsorengelder bauen zu können. Am 31. März werde die DFL die möglichen Modelle zur Fortsetzung der Saison diskutieren, berichtete der "Sportbuzzer".

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