John Demjanjuk: Der Prozess

 
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Der mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk wird auf einer Trage in den Schwurgerichtssaal geschoben.
dpa 15 Der mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk wird auf einer Trage in den Schwurgerichtssaal geschoben.
Vor Gericht schweigt er zu den Vorwürfen.
AP 15 Vor Gericht schweigt er zu den Vorwürfen.
Am 30. November war der Prozess gestartet - für die meisten begann er mit langem Warten: Ab 4.30 Uhr versammelten sich Journalisten und Prozessbeobachter vor dem Gerichtsgebäude - in der "Demjanjuk Sammelzone". Diese Formulierung quittierten viele mit verständnislosem Kopfschütteln.
Ronald Zimmermann 15 Am 30. November war der Prozess gestartet - für die meisten begann er mit langem Warten: Ab 4.30 Uhr versammelten sich Journalisten und Prozessbeobachter vor dem Gerichtsgebäude - in der "Demjanjuk Sammelzone". Diese Formulierung quittierten viele mit verständnislosem Kopfschütteln.
200 Journalisten aus der ganzen Welt hatten sich für den größten Kriegsverbrecherprozess seit Jahren akkreditiert. Doch nicht alle fanden im Schwurgerichtssaal auch tatsächlich Platz.
Ronald Zimmermann 15 200 Journalisten aus der ganzen Welt hatten sich für den größten Kriegsverbrecherprozess seit Jahren akkreditiert. Doch nicht alle fanden im Schwurgerichtssaal auch tatsächlich Platz.
Vor und im Gebäude drängten sich Journalisten um einen der 68 begehrten Presseplätze. Der Einlass verzögerte sich um geraume Zeit.
Ronald Zimmermann 15 Vor und im Gebäude drängten sich Journalisten um einen der 68 begehrten Presseplätze. Der Einlass verzögerte sich um geraume Zeit.
Michel Friedmann übte scharfe Kritik am Gericht und beschrieb die ganze Situation als "unwürdig".
dpa 15 Michel Friedmann übte scharfe Kritik am Gericht und beschrieb die ganze Situation als "unwürdig".
Zu den Zweifeln an John Demjanjuks Verhandlungsfähigkeit sagte der Journalist und Moderator: "Es ist menschlich und möglich, dass man einen alten Mann vor Gericht stellt. Demjanjuk konnten sich Jahrzehnte der Justiz entziehen. Seine Opfer konnten sich nicht entziehen."
dpa 15 Zu den Zweifeln an John Demjanjuks Verhandlungsfähigkeit sagte der Journalist und Moderator: "Es ist menschlich und möglich, dass man einen alten Mann vor Gericht stellt. Demjanjuk konnten sich Jahrzehnte der Justiz entziehen. Seine Opfer konnten sich nicht entziehen."
Vor dem Gericht taten Passanten ihre Meinung zu einem der letzten NS-Verbrecherprozesse kund. Der israelische Journalist und Filmemacher Emanuel Rund (li) und der Künstler Achim Brembach erinnern an die Opfer des Holocaust.
dpa 15 Vor dem Gericht taten Passanten ihre Meinung zu einem der letzten NS-Verbrecherprozesse kund. Der israelische Journalist und Filmemacher Emanuel Rund (li) und der Künstler Achim Brembach erinnern an die Opfer des Holocaust.
Beobachter stellen sich auch deswegen auf einen langwierigen Indizienprozess ein. Hier im Bild: Demjanjuks Verteidiger Ulrich Bausch.
dpa 15 Beobachter stellen sich auch deswegen auf einen langwierigen Indizienprozess ein. Hier im Bild: Demjanjuks Verteidiger Ulrich Bausch.
Der zweite Pflichtverteidiger: Günther Maul.
dpa 15 Der zweite Pflichtverteidiger: Günther Maul.
Einer der Nebenkläger: Thomas Blatt mit seinem Anwalt Stefan Schuenemann.
dpa 15 Einer der Nebenkläger: Thomas Blatt mit seinem Anwalt Stefan Schuenemann.
Der KZ-Überlebende und Nebenkläger Robert Cohen zeigt im Gerichtssaal seine KZ-Tätowierung aus Auschwitz-Birkenau. Der 83-jährige Niederländer verlor Angehörige im KZ Sobibor.
dpa 15 Der KZ-Überlebende und Nebenkläger Robert Cohen zeigt im Gerichtssaal seine KZ-Tätowierung aus Auschwitz-Birkenau. Der 83-jährige Niederländer verlor Angehörige im KZ Sobibor.
Der Prozess begann am ersten Tag mit mehr als einer Stunde Verspätung. Grund waren auch die ausführlichen Kontrollen. Journalisten durften weder Handy noch Notebook in den Saal mitführen.
dpa 15 Der Prozess begann am ersten Tag mit mehr als einer Stunde Verspätung. Grund waren auch die ausführlichen Kontrollen. Journalisten durften weder Handy noch Notebook in den Saal mitführen.
In einer Verhandlungspause wurde John Demjanjuk auf einer Trage aus dem Gerichtssaal geschoben.
AP 15 In einer Verhandlungspause wurde John Demjanjuk auf einer Trage aus dem Gerichtssaal geschoben.
Die Staatsanwaltschaft wirft Demjanjuk vor, im Sommer 1943 im deutschen Vernichtungslager Sobibor in Polen Tausende Juden aus Deportationszügen in die Gaskammern getrieben zu haben.
AP 15 Die Staatsanwaltschaft wirft Demjanjuk vor, im Sommer 1943 im deutschen Vernichtungslager Sobibor in Polen Tausende Juden aus Deportationszügen in die Gaskammern getrieben zu haben.

 

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