Zwei neue Clubs Hacker-Pschorr Brauhaus: After-Wiesn mit den Urbanauten

Pferdemasken oder Miniponys? Was für den Laden an der Theresienhöhe geplant ist, wird man sehen – die Betriebsleiter Josef Ninisz und Chamila Egerer scheinen sich aber schon wohl zu fühlen. Foto: Daniel von Loeper

In den Räumen des BrÄuhauses von Hacker-Pschorr eröffnen zwei neue Clubs.

Schwanthalerhöhe - Aufblas-Einhörner am Eingang, Pferdemasken für die Gäste oder doch echte Mini-Ponies auf der Tanzfläche? So ganz einig, wie der erste Abend am Samstag in ihrem neuen Club aussehen soll, sind sich die Betreiber noch nicht. Immerhin, der Name steht schon: NXWS, sprich "Next Wiesn", soll der Laden an der Theresienhöhe direkt gegenüber des Oktoberfestes heißen. Zumindest vorerst.

Es ist ein etwas unklar definiertes Konzept, das sich die Urbanauten für die Nutzung der Räumlichkeiten der ehemaligen Trattoria Bella Birreria ausgedacht haben, oder vielmehr derzeit noch ausdenken. Denn was genau hier passiert, das soll sich ständig ändern. Fest steht: Die Gruppe rund um Benjamin David, die im Sommer auch den Kulturstrand am Vater Rhein Brunnen veranstaltet, möchte hier einen "Kunst- und Kulturclub mit Biergarten" betreiben, wie David sagt. Zunächst für mindestens acht Monate "doch vermutlich auch deutlich länger", wie David andeutet.

Seit Ende Anfang des Jahres stehen die Räumlichkeiten des Hacker-Pschorr-Bräuhauses leer. Für den ehemaligen Betreiber lohnte sich der Groß-Gastronomiebetrieb nicht mehr. Bis etwas Neues an die Theresienhöhe zieht, dürfen die Urbanauten die Räume zwischennutzen.

Dabei arbeiten sie mit Franz Rauch zusammen, der ebenfalls zum Wiesn-Start nebenan in den Räumen des Bavaria-Bräu den After-Wiesn-Club "Bussi Bussi Bavaria" eröffnet. Für beide Läden werden Nachtschwärmer nur einmal Eintritt zahlen müssen, für größere Projekte können die Urbanauten die Räume nebenan mitbenutzen. "Wir freuen uns wirklich sehr, denn die Urbanauten haben sich schon sehr lange ein Winterquartier gewünscht", so David.

Doch auch wenn David den kulturellen Anspruch der Zwischennutzung stets betont, steht auch bei den Urbanauten erst einmal das Oktoberfest im Vordergrund. Los geht es jeden Tag bereits zur Mittagszeit, doch der Fokus liegt eindeutig auf dem Abendprogramm. Neben DJs des Studentenradiosenders M94,5 treten junge deutsche Volksmusiker auf.

Ein weiteres After-Wiesn-Angebot also, von denen es in München nicht gerade wenig gibt. Trotzdem wollen die Urbanauten anders sein. David bezeichnet das NXWS als "inoffiziellen Club zur Oidn Wiesn". Also weniger Lederhosen-Ballermann und mehr Tradition. Das überzeugt auch Kathrin-Anna Stahl, Schauspielerin und Mitglied der Band Schicksalscombo, die selbst auch in dem Club auftreten wird: "Das Programm spricht auch mich als Münchnerin an", sagt sie. "Hier kann man nach der Wiesn wie im Herzkasperlzelt weitertanzen". Außerdem verspricht David dann nach dem Ende der Wiesn das volle Kontrastprogramm: Ein "Festival der Ruhe" planen die Urbanauten derzeit.

Doch zuerst steht "eine Reise durch 207 Jahre Kunst-, Club- und Oktoberfest-Geschichte", an. Beginnen möchte man am Eröffnungsabend mit einer Hommage an das Pferderennen, mit dem 1810 alles begann. Es spielt die Express Brass Band. Ob die sich wirklich ihren Weg zur Bühne durch eine Herde Mini-Ponies wird bahnen müssen, wird noch entschieden. Fest stehen dürfte aber schon, dass die Münchner von dem neuen Urbanauten-Club noch einige Überraschungen erwarten dürfen.

Mega-Party im "Bussi Bussi Bavaria" - Ein perfekter Abend auf der Almrauschparty zu gewinnen

  • Bewertung
    9

JETZT LESEN

2 Kommentare

Kommentieren

  1. null