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"Zur schönen Aussicht" Wunder am Theater

Laura Kaufmann, vom 06.01.2012 18:27 Uhr
Simone Brandmeier mit Gästen in der schönen Aussicht. Auf die Bildschirme vor den Sofas werden die Vorstellungen live übertragen. Foto: Sigi Müller

In der Café- und Weinbar „Zur schönen Aussicht“ haben die Gäste einen herrlichen Ausblick vom Residenztheater auf den Max-Joseph-Platz. Dazu gibt’s Wein und Antipasti

Hier werden Wunder geschehen – Hier werden keine Wunder geschehen. Beide Sätze leuchten im Wechsel über dem Max-Joseph-Platz. Im zweiten Geschoss des Residenztheaters steht die rote Botschaft in der Fensterfront geschrieben. Und ob Wunder oder nicht, hier oben ist ein wunderschöner Platz entstanden. Martin Kušej, der neue Intendant des Resi, hat sich hier eine Café-Bar gewünscht und eingerichtet, die Firma "Foodooclub" und deren Geschäftsführerin Simone Brandmeier betreibt sie.

„Zur schönen Aussicht“ heißt die Bar, der Panorama-Blick auf den Platz ist nicht zu übertreffen. Und jetzt ist er für alle Münchner zu haben, nicht nur für die Theaterbesucher in der Pause.

Glühbirnenstränge beleuchten den großzügigen hellen Raum mit den riesigen runden Tischen und den breiten Sofas, die auf die Fenster ausgerichtet sind. Wenn Vorstellung ist, wird sie aus dem Saal auf Flachbildschirme übertragen. „Uns gibt es erst seit Oktober“, sagt die Betreiberin, „aber eine kleine Fangemeinde haben wir schon.“

Viele wissen nicht, dass hier jetzt jedermann einen Drink bekommt. Aber die Pförtner öffnen die Türen gern für Cafébesucher. Wenn die Vorstellung läuft, steigen sie die Treppe eben leiser hinauf. Die Bar ist nur an Vorstellungstagen geöffnet; im Internet unter www.residenztheater.de steht der Spielplan.

Ab fünf Uhr nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen an der Theaterbar, dann noch mit Selbstbedienung. Nach der Vorstellung nimmt die schöne Aussicht vollen Betrieb auf. „Der Herr des Hauses ist ein Weingourmet“, sagt Brandmeier. Dementsprechend gibt es eine große Auswahl an guten Tropfen (ab 5 Euro der Viertelliter), Longdrinks und Cocktails (6,50), zu essen Kleinigkeiten wie das Theatersandwich (4 Euro), den Antipasti- oder Käseteller (6,50/ 8,50 Euro).

„Kušej wollte so etwas wie ein Wohnzimmer, wo er gern mit seinen Freunden Wein trinkt, für Theaterleute und Gäste – einen Ort der Begegnung.“, sagt die Chefin. Auch die Schauspieler schauen nach dem Spiel gern vorbei. Eva Mattes und Tobias Moretti haben schon angedacht, hier zu jammen, sagt Brandmeier „unser Klavier wird bald geliefert“. Filmvorführungen, kleine Konzerte – alles denkbar. Und die Wände sind mit weißer Tapete verkleistert. Künstler sollen sich darauf austoben. Ausgelassene Partys sind geplant, auch die Premierenfeiern sind öffentlich, diesen Samstag ist wieder eine. Eine Gelegenheit, den neuen Ort kennen zu lernen – und die wunderschöne Aussicht. 


Max-Joseph-Platz 1, 17 – 1 Uhr, 21852195

 

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