Zum 55. Jubiläum "Was sich reimt, ist gut" - die besten Sprüche vom Pumuckl

Überhaupt kein Grund, beim Blick in den Spiegel zu erschrecken: Dem Pumuckl sieht man seine 55 Jahre im Geschäft nun wirklich nicht an. Foto: imago

Pumuckl wird heute 55. Die erste Folge "Spuk in der Werkstatt" wurde am 21. Februar 1962 als Hörspiel im BR ausgestrahlt. Die AZ gratuliert – mit den 55 besten Kobold-Sprüchen.

München - Kassetten, später im Fernsehen und im Kino: Seit 55 Jahren begeistert der Pumuckl Klein und Groß. Kein Wunder, bei diesen witzigen Sprüchen.

1 "Ich bin klein, mein Herz ist rein, ich will auch nie wieder so böse sein."

2 "Herz aus Gold ist Kobold hold"

3 "Einen Dieb hat niemand lieb."

4 "Ich geh schaukeln."

5 "Ih, Käse! Das ist ja faule Milch!"

6 "Ich mach jeden Schabernack – und niemand steckt mich in den Sack."

7 "Bin keine Maus bin lieber zu Haus bin kein Paket lieg lieber im Beet."

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8 "Ein Trunk zur Versönigung ist eine gute Gewöhnigung."

9 "Geburtstag ist ein schöner Tag – ich jeden Tag Geburtstag mag."

10 "Überall Wasser überall nasser schrecklich viel Spasser."

11 "Und wenn mir alles zu blöd wird, dann wander ich aus – nach Afriko oder Ameriki."

12 "Ein Gedicht übers Licht das mach ich nicht."

13 "In der Küche gibt es Sprüche und Gerüche."

14 "In meinem Bauch ist noch ein Lückerl für ein Stückerl."

15 "Da geht es ja zu wie bei uns in der Werkstatt."

16 "Oh, oh, oh
      hab ein verbrannten Po."

17 "Ui, das reimt sich sogar, und was sich reimt, das stimmt."

18 "Ich komm noch öfter auf die Welt, weil mir das Feiern so gefällt."

19 "Ich hab keinen Saustall gemacht, ich hab bloß die Marken zum Fliegen gebracht."

Seit 55 Jahren ein Duo, das die Kinder begeistert: der Meister Eder, gespielt von Gustl Bayrhammer – und natürlich sein Pumuckl. Foto: Imago

20 "Vernunft, Vernunft hat keine Unterkunft, in der großen Koboldszunft."

21 "Der Pumuckl gibt keine Ruh, er dichtet dir die Ohren zu."

22 "Wir müssen jetzt ganz viel essen – und darüber alle Uhren vergessen."

23 "Wackeln die Wände, hat‘s mit dem Haus bald ein Ende."

24 "Die Sache mit dem Daumen
      ist wirklich sehr zum Staunen."

25 "Wie bitte wer, das Raten ist nicht schwer"

26 "Ich muss jetzt unbedingt was essen, und das Fernglas nicht vergessen."

27 "Ich sitz auf einem Donauschiff, und hab zum Dichten keinen Stiff." 28 "Pumuckl zwickt, zwickt sehr geschickt."

29 "Heute ist die Nase rot, ich sterbe an dem Sahnetod."

30 "Do mochst wos mid."

31 "Puddeling."

32 "Miau miau miau miau – der Pumuckl, ja der ist schlau."

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33 "Kommt daher ein dicker Mensch, reime ich pinsche pansche pensch"

34 "Meine Zähne klappern am meisten, obwohl sie am wenigsten frieren."

35 "Kerzen sind dumm
       fallen immer um,
       drumm brumm schlumm."

36 "Ursula, wie bist du schön: herzlich-liebig anzusehn."

37 "Wackel, Wickel um den Hals
      macht gesund dich jedenfalls,
      dann springst du heraus aus dem Bett mit neuem Hals."

38 "Jetzt geh du nur essen, und ich sitz hier ganz vergessen"

39 "Zum Fenster raus, zur Tür herein – wird das wohl der Pumuckl sein."

40 "Hallo Meister Eder, bist ein kleiner Blöder, das weiß wirklich jeder. Bohrt sich in der Nase, wie ein Osterhase – manchmal kommt‘s auch vor, da bohrt er sich im Ohr."

41 "Wenn du lernst
       bist du ernst
       und erntfernst
       du den Ernst
       dann du nichts lernst."

42 "Jetzt schmeckts ma
       jetzt schmeckts ma ned
       jetzt schmeckts ma
       jetzt schmeckts ma ned."

43 "Pünktlich wird Radau gemacht: von morgens sieben bis halb acht."

44 "Kobolde versprechen nicht, weil man sich zu leicht verspricht."

45 "Weinen ist ja sehr schön, aber langweilig wenn’s keiner hört."

46 "Böse Leut und brave Leut, gab’s früher schon und gibt’s noch heut."

47 "Rotblaue Sonne
      Ameisen quietschen wie Mäuse
      Was für einen Wonne,
      wir bleiben zuhäuse."

48 "Wir trinken Tee jetzt ohne Wasser,
      da wird’s im Bauch nicht gar so nasser."

49 "Ich habe nämlich Hunger,
       Hunger wie zwei Elefanten
       und sieben Tanten,
       die tagelang rannten."

50 "Mit Geflüster sitz‘ ich im Lüster"

51 "Da bin ich nun allein zuhaus, der Mond sieht wie ein Knödel aus."

52 "Klaue nie ein Herz zum Scherz, denn es macht sonst jemand Schmerz."

53 "Pumuckl neckt
      Pumuckl versteckt
      niemand was meckt."

54 "Pumuckl verschwindet
      niemand ihn findet,
      weil es nicht gibt
      was man nicht sieht."

55 "Späne fallen,
      Nägel knallen
      Pumuckl freut’s
      niemand bereut’s."


Pumuckl – eine münchnerische Geschichte

Der Pumuckl wurde bundesweit zur Erfolgsgeschichte. Dabei ist die von der 2015 verstorbenen Ellis Kaut erfundene Figur eines geblieben: sehr münchnerisch. Das lag daran, dass die Frauenkirche, das Rathaus und der Alte Peter zu Beginn jeder Fernsehfolge zu sehen waren. Vor allem aber lag es an der alt-münchnerischen Gemütlichkeit und Sprache des Meister Eder, von 1982 bis 1989 gespielt und gesprochen vom bayerischen Volksschauspieler Gustl Bayrhammer.

Die berühmte Meister-Eder-Werkstatt stand übrigens im Hinterhaus der Widenmayerstraße 2 im Lehel. Das Haus war 1899 als Kutscher- und Hausmeisterunterkunft für das herrschaftliche Vorderhaus gebaut worden und wurde später zeitweise als Schreinerei genutzt. Als das Hinterhaus für die Serie entdeckt wurde, stand es bereits leer. Die Werkstatt im Parterre und eine Wohnung für den Meister Eder im ersten Stock wurden extra eingerichtet.

Sogar Ministerpräsident Franz Josef Strauß intervenierte, als das Haus abgerissen werden sollte. Schließlich blieb es noch für eine zweite Staffel stehen, ehe Mitte der 80er-Jahren die Bagger anrückten. Heute steht dort ein Büroklotz der Bayerischen Versicherungskammer. Auch das ist eine sehr münchnerische Geschichte: Die Hinterhof-Werkstätten in den Altbau-Vierteln der Innenstadt sind inzwischen fast ganz verschwunden.

Ellis Kaut. Foto: dpa

 

 

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