200.000 Euro Schaden So kam es zum Feuer in der St.-Veit-Straße

Mit Hilfe der Drehleiter konnte die Feuerwehr den Brand auch von außen bekämpfen. Foto: Feuerwehr

Die Ursache für den Brand mit entsprechender Kettenreaktion in der St.-Veit-Straße steht fest. Wie die Polizei am Mittwoch meldete, hatte ein 19-Jähriger vergessen, den Herd auszustellen. Höhe des Schadens: 200.000 Euro.

Berg am Laim - Schadensträchtiger Brand in der St.-Veit-Straße: Am Montagabend waren zwei Menschen verletzt worden, insgesamt 57 Bewohner des Hauses mussten von den Einsatzkräften betreut werden.

Jetzt gibt es neue Details zur Brandursache. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte ein 19-jähriger Münchner einen 26-jährigen Freund in dessen Wohnung besucht und wollte für die beiden das Abendessen zubereiten.

Dabei vergaß er den Herd auszustellen, und die Küche geriet in Brand. Die beiden Männer konnten  das Feuer nicht mehr selbst löschen, so dass bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits die restliche Wohnung durch Hitze, Ruß und Rauch "massiv beschädigt" war.

Schaden liegt bei rund 200.000 Euro

Ruß und Rauch drangen zudem in den Flur und in vier weitere Wohnungen auf der vierten Etage des achtgeschossigen Wohnhauses vor. Der bei dem Brand entstandene Sachschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt. Bei den Löschversuchen zog sich der 19-Jährige eine Brandverletzung am Arm zu. Das zuständige Kommissariat 13 ermittelt.

Das Feuer war am Montag gegen 19 Uhr in dem Wohnhaus ausgebrochen. Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen bereits aus dem Fenster und drohten, auf das fünfte Obergeschoss überzugreifen. Ein Trupp begann sofort mit der Brandbekämpfung, zusätzlich begannen die Einsatzkräfte, das Feuer mit Hilfe einer Drehleiter von außen zu löschen. Dazu mussten auch mehrere Bauteile entfernt werden.

Sechs Wohnungen unbenutzbar

Die 57 Bewohner des Hauses brachten sich rechtzeitig in Sicherheit und warteten bereits auf der Straße. Um nicht in der Kälte ausharren zu müssen, wurden sie in einem Großraumrettungswagen der Feuerwehr und einem Gelenkbus der MVG betreut. Ein Nachbar erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde von einem Notarzt ambulant behandelt.

Da die Wohnungstür der Brandwohnung vor dem Eintreffen des Löschtrupps bereits offen stand, wurde der angrenzende Flur vollständig verraucht. Durch die starke Verrußung im Flur können die Bewohner der angrenzenden vier Appartements erst einmal nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Ebenso ist das Appartement im fünften Obergeschoss nicht bewohnbar, hier sprangen aufgrund der großen Hitze die Scheiben.

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