Ihr Auto sei beschädigt, behaupten die Täter. Als die Friseurin nachsehen will, schnappen sie sich deren Handtasche. Einen 20-Jährigen, der zur Hilfe eilt, bedrohen sie mit einer Pistole.

Ludwigsvorstadt -  Von derartigen Überfällen hört man gelegentlich aus Urlaubsgebieten, in München ist die Masche neu. Ahnungslos fuhr eine Friseurin in ihrem Peugeot 207 am Dienstagabend kurz vor 21 Uhr auf der Schwanthalerstraße stadtauswärts. Plötzlich sprangen zwei Männer wild gestikulierend vors Auto. Die 64-Jährige stoppte.

Einer der Männer kam auf die Fahrerseite und behauptete, dass der Wagen am Heck beschädigt sei. Die Münchnerin wollte sich die Sache ansehen. Kaum war sie ausgestiegen, tauchte ein dritter Mann auf. Er riss die Beifahrertür des Kleinwagens auf und schnappte sich die Handtasche des Opfers.

Die Männer rannten in verschiedene Richtungen davon, einer hatte die Tasche dabei. Der Inhalt: Ausweispapiere und ein Handy, kein Bargeld.

 

Pistole im Hosenbund

 

Ein 20-jähriger Lehrling beobachtete den Raubüberfall. Der junge Afghane stellte sich einem der Täter in den Weg. Doch der ließ sich nicht aufhalten. Im Laufen öffnete er seine Jacke und griff in den Hosenbund. Dort steckte eine Pistole. "Verschwinde. Lass mich in Ruhe", drohte der Räuber. Der 20-Jährige gab die Verfolgung auf, der Täter verschwand.

Laut der Beschreibung der Zeugen handelt es sich um drei Männer, vermutlich sind sie arabischer Herkunft. Sie sind etwa 20 Jahre alt und ungefähr 1,70 Meter groß. Einer war mit einer schwarzen Pistole bewaffnet.