Wer in die eigenen vier Wände ziehen oder ein Haus bauen will, sollte die richtigen Fragen stellen. Hier ein Katalog: Wo, mit wem und mit welcher Energieversorgung geht der Plan auf?

Mit einem Bauträger den Wohnungskauf planen oder lieber klassisch mit dem Architekten ein Haus bauen? Wer unsicher ist, wie er die eigenen vier Wände hochziehen will, braucht Entscheidungshilfen. Das Portal Immonet gibt Tipps, wie das Projekt Hausbau gelingen kann. Und wie sich die Familie, die einzieht, in der Umgebung wohlfühlt.

DIE MACHART:

Fertighaus. Die schlüsselfertige Variante bietet Vorteile. „Grundstückswahl, Planung, Erschließung, Baustelleneinrichtung und die genehmigungsrechtlichen Dinge bleiben in einer Hand”, informiert das Portal. Denn man plant mit dem entsprechenden Fertighausanbieter.
Praktisch: In der Regel erhält man nach einer vergleichsweise kurzen Bauzeit ein oftmals preiswertes Haus. Nachteil: „Der Raum für individuelle Vorgaben ist geringer.”


Bauträger: „Wenn Sie nur ein geringes Maß an Zeit und Verantwortung einbringen möchten, könnte das Bauen mit einem Bauträger das Richtige sein”, rät das Portal. Denn ein Bauträger kaufe, plane und bebaue in der Regel eine größere Fläche mit mehreren Häusern, die in ähnlicher Weise als schlüsselfertige Immobilien angeboten werden.
Vorteil: „Die gesamte Verantwortung gegenüber den am Bau beteiligten Firmen übernimmt der Bauträger. Er erledigt auch alle genehmigungsbehördlichen Aufgaben.”
Nachteil: „Sie bekommen eine Art Einheitshaus, denn sämtliche individuellen Wünsche für Ihr Eigenheim lassen sich nur gegen einen – oftmals satten – Aufpreis erfüllen.”
Architekt: Wer eigenes Know-how einbringen will, arbeitet mit einem Architekten. „Zwar übernimmt der Architekt die Planung und begleitet den Bauherren in allen genehmigungsrechtlichen Fragen. „Als Bauherr haben Sie aber die Möglichkeit, in enger Abstimmung mit ihm Ihre individuellen Wünsche einzubringen”, so die Einschätzung der Experten. Nachteil: „Sie selbst übernehmen ein hohes Maß an Verantwortung und müssen sehr viel mehr Zeit als bei einer schlüsselfertigen Bauweise investieren. Als Bauherr sind Sie persönlich Vertragspartner für alle am Bau beteiligten Unternehmen.”



DAS GRUNDSTÜCK: Fragen, die man sich laut dem Portal unbedingt stellen sollte: Wie viel Wohnraum erlaubt das Grundstück? Wie ist das Gelände gestaltet? Wie sind die Bodenverhältnisse? Natürlich seien in erster Line Grundstückspreis und Lage entscheidend. Aber auch, wie die Nachbarschaft sich zusammensetzt, ist bei der Grundstückssuche ein Kriterium, gibt das Portal zu bedenken.
Vorab sollte man sich über alle Vorschriften informieren. So seien zum Beispiel in einem Bergsenkungsgebiet besondere Auflagen zu beachten. Oder ein allzu hoher Grundwasserspiegel mache möglicherweise den ersehnten Keller hinfällig. Auch bei diesen Fragen sei es sinnvoll, frühzeitig Fachleute einzubeziehen. „Sie erkennen in der Regel das Zusammenspiel von Bebauungsplan-Vorgaben und erwünschter Bauweise.”



DIE FAMILIE: Die Räume richtig aufteilen – das ist gar nicht so einfach: „Es ist ein Unterschied, ob ein berufstätiges Paar ein Eigenheim für stille Stunden zu Hause plant oder eine Familie den richtigen Raum zum Leben und Wachsen sucht.” Immonet rät: „Erstellen Sie möglichst frühzeitig ein Raumkonzept: Welche Wohnräume wünschen Sie sich? Wie viele Menschen werden in dem Haus leben? Inwieweit muss sich das Haus verändern lassen können? Sind Arbeitszimmer, aufwändige Hobby- oder Wellness-Bereiche, Spielzimmer oder Werkräume erforderlich? Ist eine Einlieger-Wohnung sinnvoll?”

DER STIL: Das eigene Zuhause ist auch eine Frage des Stils. Weil der Hausbau Weichen für die Zukunft legt, sollte man sich für die Gestaltung Zeit nehmen. „Soll es ein freistehendes Haus oder ein Doppel- oder gar Reihenhaus werden? Lieben Sie es mediterran, leicht oder massiv? Sollte das Haus in traditioneller Klinkerbauweise gefertigt werden, aus Holz oder ein lichtdurchfluteter Raum aus Glas und Stahl werden?”


DER ENERGIEFAKTOR: „Die Lage des Grundstücks zu den Himmelsrichtungen ist ein entscheidender Faktor”, berichtet das Portal. Wer ein Niedrigenergiehaus plane, sollte darauf achten, „dass die Hauptwohnräume nach Süden ausgerichtet” sind. Aber auch sonst sollte man vor dem Hausbau Antworten finden auf alle Fragen zur Energieversorgung: „Soll eine Solaranlage oder eine Photovoltaik-Anlage untergebracht werden? Oder wünschen Sie eine Energieversorgung durch Erdwärme? Dazu sind im Vorfeld umfangreiche Erkundungen des Grundstücks nötig”, so die Empfehlung.