"Wohlüberlegt und notwendig" CSU will Obergrenze definitiv ins Wahlprogramm aufnehmen

Die CSU will offenbar die Obergrenze ins Wahlprogramm aufnehmen. Foto: dpa

Offenbar will die CSU die Obergrenze für Flüchtlinge definitiv in ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl aufnehmen. Dabei scheuen die Christsozialen auch den Konflikt mit der Schwesterpartei nicht.

München - Die CSU will ihre umstrittene Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge definitiv in ihr Bundestagswahlprogramm aufnehmen - unabhängig davon, was das geplante Spitzentreffen der Schwesterparteien Anfang Februar ergibt.

Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf CSU-Kreise.

CSU-Chef Horst Seehofer sagte dem Blatt: "Die Obergrenze ist wohlüberlegt und bleibt notwendig." Nach der amtlichen Statistik habe Deutschland mehr Flüchtlinge aufgenommen als alle anderen 27 EU-Staaten zusammen.

Tauber will weiter gemeinsam agieren

"Die Obergrenze würde diese Ungerechtigkeit beseitigen und die Akzeptanz für die Migration und Integration herstellen." Die CSU verlangt, die Aufnahmekapazität in Deutschland auf maximal 200 000 Flüchtlinge pro Jahr zu begrenzen, was die CDU von Kanzlerin Angela Merkel ablehnt.

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CDU-Generalsekretär Peter Tauber hält ein gemeinsames Wahlprogramm trotzdem weiter für möglich. "Es gibt wichtigere Fragen für die Zukunft Deutschlands als die Obergrenze - und für die Zukunftsfragen haben wir als Union die besten Antworten", sagte Tauber der "Bild am Sonntag".

Die CDU habe viele gute Ideen für ein Wahlprogramm. "Und wir schreiben gern ein gemeinsames mit der bayerischen Schwester." Es sei für Deutschland gut, wenn die Union zusammenstehe.

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