"Wo der Widersacher lauert" Maria hilf! Gloria von Thurn und Taxis wettert gegen sexuelle Vielfalt

Gloria von Thurn und Taxis auf Schloss St. Emmeram in Regenburg. Foto: imago

Kaum sind die Gemüter nach ihren Äußerungen zum Domspatzen-Missbrauch beruhigt, erregt die Adelige wieder Aufsehen. Jetzt zieht sie gegen Transsexuelle und Geschlechtergleichstellung zu Felde.

In der aktuellen Ausgabe der Katholischen Sonntagszeitung, dem offiziellen Bistumsblatt Regensburgs, schreibt Gloria von Thurn und Taxis einen Gastbeitrag anlässlich des Feiertags Mariä Himmelfahrt, der am Dienstag vor allem im Süden des Freistaats gefeiert wird.

Darin ruft sie dazu auf, zur Gottesmutter zu beten, um "zu erkennen, wo der Widersacher lauert". Sie selbst hat ihn für sich schon ausgemacht: das "Gender Mainstreaming", also die Förderung der Geschlechtergleichstellung. Ihrer Meinung nach Teufelszeug: "In der Sklaverei wollte uns der Teufel immer schon haben. Nun hat er einen Teil der Wissenschaft hinter sich gebracht, der uns einreden will, wir seien nur die Summe unserer Veranlagungen", schreibt sie in der Katholischen Sonntagszeitung.

Und weiter: "Durch Gottes Gnade wird jedem Menschen die Freiheit geschenkt, zu beschließen, ob er wie ein Tier instinktgesteuert leben will oder ob er sich über seine rein irdische Veranlagung erhebt." Maria könne hier helfen: "Sie kann uns leiten, die richtigen Entscheidungen zu treffen", schreibt die 57-Jährige.

Gloria von Thurn und Taxis macht aus ihrer Homo- und Transphobie keinen Hehl

"Den Kindern soll bereits in der Vorschule spielerisch beigebracht werden, wie sich sexuelle Vielfalt angeblich positiv auswirkt", moniert sie die frühkindliche Aufklärung. Deswegen müsse man heute mehr denn je zu Maria beten, "um nicht unterzugehen in der Unfreiheit unserer Zeit". Na dann, Maria hilf!

Auch das Portal queer.de berichtet über Glorias Text. Ein Nutzer kommentiert: "So viel Rückwärtsdenk muss man erstmal verdauen und verstehen", ein anderer schreibt: "Wer nimmt denn diese alternde Betschwester noch ernst? (...) Beten wir doch für sie."

Die Katholikin war schon öfter durch homo- und transphobe Äußerungen aufgefallen. 2008 erklärte sie etwa bei "Menschen bei Maischberger", Homosexualität sei "contra naturam" und warnte Schwule und Lesben davor, dass sie in die Hölle kommen.

Mariä Himmelfahrt ist ein katholischer Marienfeiertag, der am 15. August mit Kräuterweihen gefeiert wird.

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