Wild-West-Szenen in Altperlach Treffen sich ein Radler und ein Van-Fahrer...

Der VW Touran ist ein Familienauto und die Fahrer sind eigentlich weniger dafür bekannt, dass sie zu Duellen mit Radlern auf offener Straße neigen. Foto: Fotolia/VW

Radler und Autofahrer – sie kommen auf Münchens Straßen oft nicht miteinander klar, was der jüngste Fall wieder einmal belegt.

Altperlach - Alles begann am Montagabend mit einem zugeparkten Radweg in der Ottobrunner Straße in Altperlach. Der weiße VW stand mitten drauf. Was einen 66-Jährigen gewaltig auf die Palme brachte.

Der radelnde Rentner zirkelte ganz knapp an dem Hindernis vorbei und schlug als Abschiedsgruß an den rücksichtslosen Autofahrer zum Abschied auf die Motorhaube seines VW.
Im eh schon angespannten Verhältnis zwischen Autofahrern und Radlern kommt das einer Kriegserklärung gleich.

Der VW-Besitzer nahm sofort die Verfolgung auf. Von der Unterhachingerstraße durch die Specklstraße bis in die Scherbaumstraße fuhr er dem Radler nach. Doch der dachte gar nicht daran anzuhalten und sich für den Klaps auf die Motorhaube zu entschuldigen.

Kurz vor der Tankstelle schnitt der VW-Fahrer dem Radler den Weg ab und stellte sein Auto quer. Der 66-Jährige war von dem Manöver so überrascht, dass er nicht mehr anhalten konnte. Mit dem Vorderreifen knallte er gegen den Radkasten des VW und landete unsanft auf der Straße. Die Folge: eine gebrochene Nase und Prellungen über dem Auge.

 

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Radler und Autofahrer tauschten ein paar wenig freundliche Worte miteinander. Dann wurde dem VW-Fahrer offenbar klar, dass er etwas übers Ziel hinausgeschossen war. Er sprang ins Auto, löschte die Scheinwerfer und damit auch die Kennzeichenbeleuchtung, damit man sein Nummernschild nicht lesen kann, und brauste davon.

Laut Aussage des Radlers war es der Fahrer eines weißen VW Touran, der ihn verfolgte und zu Fall brachte. Die Polizei ermittelt wegen Unfallflucht und sucht dringend Zeugen & 089 / 62163322.

Zuletzt waren ein Bentley-Fahrer und ein Radler im Januar in Solln aneinander geraten. Der Radler hatte die Nobelkarosse geschnitten. Bentley-Besitzer setzte nach. Der Radler spuckte durchs offene Beifahrerfenster direkt auf die teuren Ledersitze. Der Bentley fuhr daraufhin so dicht auf, dass der Radler stürzte und sich dabei verletzte.

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