Wiesn-Touri strandet am Hauptbahnhof Polizei vor Rätsel: Nur Papa kann helfen

Die Wiesn hält für die Bundespolizei knifflige Fälle bereit. (Archivbild) Foto: Matthias Balk/dpa

Auf der Wiesn etwas zu tief in den Maßkrug geschaut, alle 30 Freunde verloren und vollkommen orientierungslos in der fremden Stadt. Zum Glück ist man auch mit 28 Jahren offenbar nicht zu alt dafür, sich vom Papa aus der Patsche helfen zu lassen. 

München - Eigentlich wollte der Ukrainer nach seinem Wiesn-Besuch am Samstagabend nur betrunken ins Bett fallen. Nur hatte er leider vergessen, wo sich eben dieses befand. Alles was er noch wusste: In der Nähe seines Hotels gibt es ein Geschäft für Tiernahrungsmittel. Die Lage schien aussichtlos. 

In seiner Not wandte sich der 28-Jährige an die Polizei am Hauptbahnhof. Zwei russisch sprechende Beamte versuchten, alle relevanten Informationen aus dem Mann herauszubekommen. Doch da kam nicht viel: Mit 30 Freunden war auf der Wiesn gewesen - und hat alle verloren. Die Adresse seines Hotels? Unbekannt. Weder Ausweispapiere, noch ein Handy hat der Mann dabei.

Dann ein Lichtblick: In der Apple-Watch mussten eigentlich alle Infos abgespeichert sein - doch der Akku war leer. Die letzte Hoffnung: Papa, der weit entfernt in der Ukraine wohnt. Dumm nur, dass dem Mann die richtige Telefonnummer partout nicht mehr einfallen wollte. 

Bahnhofshalle statt Hotelbett

Notgedrungen bezog er in der Wartehalle des Hauptbahnhofs sein Quartier. Und nüchterte aus. Mit etwas klarerem Kopf erschien er sechs Stunden später, um 3 Uhr Nachts, wieder auf der Wache. Diesmal mit der richtigen Nummer vom Papa. Der kannte auch die Adresse des Hotels und die Polizei setzte den Ukrainer in ein Taxi Richtung Obersendling. Fall abgeschlossen.

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