White Rabbit's Room Im Bau des Kaninchens

Ist das das beste Croissant der Stadt? Blick in die Auslage des neuen „White Rabbit’s House“ in der Franziskanerstraße 19. Foto: Petra Schramek

Träumt Alice in Wahrheit von der Au? Wer den „White Rabbit’s Room“ betritt, kann das schon mal denken. Es ist ein Wunderland aus Café und Tante-Emma-Laden.

Und dann ging alles ganz schnell. Anfang Juni entdeckte Christina Doms (30) das Angebot eines Maklers im Fenster des ehemaligen „Joe & Ben“ an der Ecke Rabl-/Franziskanerstraße – und beschloss, sesshaft zu werden. Nicht, dass ihr das Leben als Tourneemanagerin großer Opernproduktionen keinen Spaß mehr gemacht hätte, „aber ich bin jetzt Mutter von zwei kleinen Kindern“, vier Jahre und sieben Monate alt.

„In den folgenden Wochen habe ich so viel gelernt wie noch nie in meinem Leben“, sagt Doms. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Vor gut einer Woche hat sie ihr eigenes kleines Café eröffnet, den „White Rabbit’s Room“.

Wer nun an weiße Hasen denkt, denkt vielleicht an das Killer-Karnickel aus Monty Pythons „Die Ritter der Kokosnuss“, wahrscheinlicher aber an das Kaninchen, dem Alice in den Bau folgt. Wie im Wunderland soll es auch im Rabbit’s Room aussehen.

Christina Doms nennt Paola Navone ihre Lieblingsdesignerin und setzt wie sie auf ein geradezu leuchtend helles Interieur, auf weiße Wände und auf weiß lackierte Eschen, die sie höchstselbst im Chiemgau gefällt hat. An der Seite hängt die Taschenuhr, die der Weiße Hase in Lewis Carrolls Kinderbuch mit sich herumführt, auf den Tischen stehen goldene Colts, die als Vasen dienen.

Noch mehr zu entdecken gibt es vorne am Eingang, denn der Rabbit’s Room ist mehr als nur ein Café mit Mittagskarte und einem Frozen-Yogurt-Stand (die Portion ab 1,50 Euro mit zwei Toppings), er ist auch ein kleiner Laden. Erwerben kann man Einrichtungsgegenstände von Bloomingville, Hübsch und Nordal, aber auch handgefertigte, essbare Produkte aus der Heimat. „Ich stehe auf deutsche Manufakturen“, sagt Christina Doms und bietet „Reishunger“-Reis (aus Bremen) an, Bio-Chips von „Lisa’s“ (aus Baienfurt) und „Cräck“-Zuckervarianten (aus München).

Doch kommen wir zur Gastronomie: Küchenchefin Francoise Black (69), eine Bekannte von Eckart Witzigmann, tischt unter der Woche von 11.30 bis 14.30 Uhr je drei (Bio-)Gerichte auf. Auf der Speisekarten standen neulich eine grüne Gemüsesuppe mit Crème Fraiche und hausgemachten Croutons für 5,80 Euro, Rosmarin-Kartoffeln an buntem Salat für 7,80 Euro, wahlweise auch mit Entenbruststreifen für 11,90 Euro.

In der Auslage liegen zudem Panini (für 4,90 Euro), belegte Semmeln, Muffins (für 2,80 Euro) und Butter-Croissants (für 1,60 Euro). „Das sind die besten, die es in München gibt“, behauptet Köchin Francoise Black – und die ist immerhin Französin.


Franziskanerstraße 19, Mo. bis Fr. 7.30 – 20 Uhr, Sa. 9 bis 16.30 Uhr, www.white-rabbits-room.de, Tel.: 67971193

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