Wende beim TSV 1860 Jetzt doch! Bierofka wird Co-Trainer von Pereira

, aktualisiert am 17.02.2017 - 17:15 Uhr
Biero is back! Der 38-Jährige wird Co-Trainer der Löwen-Profis. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Löwen-Hammer vor dem Derby gegen den 1. FC Nürnberg: Der Nichtabstiegsheld Danie Bierofka ist ab sofort Co-Trainer bei seinen Löwen. Er freut sich, "einem so erfahrenen Coach über die Schulter zu schauen"

 

München - Fröttmaning, 17.15 Uhr. Sascha Mölders war einer der ersten an diesem denkwürdigen 8. Mai 2016. Seit wenigen Sekunden war klar, dass der TSV 1860 nicht in die 3. Liga absteigen würde. Der Stürmer rannte mit den vor Erleichterung schreienden Kollegen auf Daniel Bierofka zu. Sie packten den Interimscoach, warfen ihn feiernd in die Luft.

Seither ist Bierofka in Giesing ein Nichtabstiegsheld – und nun auch wieder in offizieller Funktion für die Löwen-Profis tätig: Biero, wie ihn alle nennen, ist neuer Co-Trainer von Vitor Pereira. "Es ist super für mich, einem solch erfahrenen Coach über die Schulter schauen zu dürfen.

 

Weiter Coach der 1860-Reserve

So rücken die Bereiche – Nachwuchs und Profis – noch näher zusammen", erklärte Bierofka. Am Freitag stand er erstmals neben Pereira auf dem Platz. "Wir können alle voneinander lernen. Keiner kennt den Klub besser als Biero. Unser Ziel ist es, die Junglöwen bereits frühzeitig an unsere Spielidee heranzuführen", sagte der Portugiese, "um sie möglichst gut auf den Profi-Bereich vorzubereiten und dann auch einzubauen."

Hasan Ismaik hatte Daniel Bierofka gefordert

Investor Hasan Ismaik hatte die Co-Trainer-Rolle schon länger für Bierofka vorgesehen. Ende November war der Ex-Profi zum zweiten Mal als Interimscoach für den gefeuerten Kosta Runjaic eingesprungen. Mit weniger Erfolg. Seinem Ansehen hat das nicht geschadet.

Es ist eine Geschichte für Sozialromantiker. Aber auch mit vermeintlichem Schönheitsfehler. Denn als Ismaik Bierofka im November als Dauer-Assistenten installieren wollte, wollte Bierofka nicht recht. Stattdessen plante er, Anfang 2017 den sogenannten Fußball-Lehrer beim DFB anzugehen. Nur dieser berechtigt ihn, künftig als Chef eine Bundesligamannschaft zu coachen.

Lesen Sie auch: Ian Ayre: Auf der Harley nach München

Bei beiden Interimseinsätzen hatte 1860 eine Sondergenehmigung beantragen müssen.

Entsprechend rief der Ismaik-Vorstoß damals nicht nur Begeisterung hervor. "Das hat mich ehrlich gesagt gewundert. Das Problem ist, dass Daniel die Fußballlehrer-Lizenz erwerben will. Dann wäre er von Montag bis Mittwoch in Hennef", meinte Vater Willi Bierofka damals zur AZ. "Das hat Ismaik wahrscheinlich nicht überrissen. Bei den Profis würde das nicht gehen."

Daniel Bierofka gilt als Identifikationsfigur

Sechzig verkündete, dass Bierofka weiter die U21 in der Regionalliga trainieren werde. Eine Dreifachbelastung? Zu der kommt es nicht. Wie die Löwen der AZ bestätigten, wird Bierofka den Fußball-Lehrer nicht diesen Sommer machen. Ihm fehle noch Praxiserfahrung, hieß es. Die kann er jetzt unter Pereira sammeln. Und die Löwen, sie haben eine echte Identifikationsfigur eingebunden.

  • Bewertung
    48

Auch interessant

34 Kommentare

Kommentieren

  1. null