Wegen Müllbergen in der Stadt SPD sagt Pappbechern in München den Kampf an

Viel Müll für ein paar Schlucke: In München stapeln sich die Kaffeebecher. Foto: AZ-Archiv

Der Rathausfraktion stinken die riesigen Müllberge. Eine neue Initiative soll Kaffeefans nun zum Umstieg auf Mehrweggeschirr bewegen.

München - Vor Starbucks, der San Francisco Coffee Company und all den anderen Kaffeeketten: Überall stapeln sich die Müllberge. Mehr als ärgerlich sei das, schimpft SPD-Stadträtin Ulrike Boesser. „Diese To-go-Becher sind eine echte Umweltsünde“, sagt sie.

Der für die Schwanthalerhöhe zuständige Bezirksausschuss hatte deshalb kürzlich genug: Das Stadtviertel-Parlament beantragte im Münchner Rathaus, für Pappbecher in Zukunft eine Sondergebühr zu erheben. 20 Cent sollten pro Becher künftig fällig werden. Die kommunale Gesetzgebung lässt eine solche Regelung allerdings nicht zu.

Die Stadtrats-SPD versucht deshalb nun, einen anderen Weg zu gehen. Über ihren Abfallwirtschaftsbetrieb soll die Stadt Werbung für Mehrweg-Becher machen. Eine entsprechende Kampagne hat bereits eine junge Münchnerin in die Wege geleitet. Julia Post aus Gräfelfing setzt sich im Rahmen ihrer Initiative „Coffee to go again“ dafür ein, dass Coffeeshops und Bäckereien auch mitgebrachte Tassen und Thermobecher befüllen dürfen.

An einigen Münchner Kaffee-Schänken klebt bereits das grüne Logo aus Posts Initiative – Tendenz steigend. Das wird die Pappbecher bestimmt nicht ganz aus unserem Alltag vertreiben. Jedoch landen laut Deutscher Umwelthilfe bundesweit jährlich fast drei Milliarden Einwegbecher im Müll. Nach Ansicht der SPD dürfen es gerne ein paar weniger werden.

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