Wegen Grapschens festgenommen Suizidversuch auf Wiesn-Wache: Beamte retten Betrunkenen

Bei einem Routine-Kontrollgang entdeckten die Polizisten den bewusstlosen Mann. Foto: Bernd Wackerbauer

Eine 19 Jahre alte Verkäuferin wird beim Arbeiten von einem Gast begrapscht - auf der Wiesn leider kein Einzelfall. Doch diese Geschichte nimmt einen besonders dramatischen Verlauf. 

München - Was übermäßiger Alkoholkonsum auslösen kann, zeigt sich ohnehin schon anschaulich genug auf dem größten Volksfest der Welt. Am Sonntag ereignete sich auf der Wiesn ein besonders dramatischer Fall. Ein Mann versuchte sich, auf der Wiesn-Wache das Leben zu nehmen.

Schock beim Kontrollgang

Bei einem Routinekontrollgang machten die Beamten die schreckliche Entdeckung: Der 40-Jährige versuchte, sich am Zellengitter aufzuhängen. Der Mann hatte schon das Bewusstsein verloren, gerade noch rechtzeitig befreiten ihn die Beamten. Binnen Sekunden kam er wieder zu sich. 

Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, war der Mann massiv betrunken. Ein Bluttest wurde vorgenommen, das Ergebnis steht noch aus. Nach dem Vorfall wurde der 40-Jährige in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

Was davor passiert war

Am Sonntag hatte der Mann eine 19 Jahre alte Verkäuferin in einem Festzelt begrapscht. Die junge Österreicherin hatte dort Waren verkauft - garniert mit Anzüglichkeiten. Der Werbespruch "Wetten meiner ist länger als deiner" sollte den Umsatz steigern. Mit dieser Masche trat sie auch an den 40-Jährigen heran. Sie präsentierte einen Fuchsschwanz an ihrem Dirndl und sagte ihren Werbespruch auf. Plötzlich fasste der Mann in ihren Intimbereich.

Die 19-Jährige ließ den Grapscher damit nicht davonkommen. Sie verständigte die Securities, diese holten die Polizei. Doch der Mann rastete völlig aus, musste fixiert werden und kam in Gewahrsam. Dort drohte er noch, sich an der 19-Jährigen zu rächen.


Anmerkung der Redaktion: Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert und geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie bei der Telefonseelsorge: 0800–111 0 111 und 0800–111 0 222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist kostenlos.

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