Savio Nsereko wechselt überraschend nicht zum SC Preußen Münster. Die Verhandlungen zwischen Verein und Ex-1860-Spieler scheiterten im buchstäblich letzten Moment.

Münster - Eigentlich hätte Savio Nsereko am Sonntag schon mit dem Drittligaklub SC Preußen Münster zum Trainingslager nach Estepona/Spanien fliegen sollen. Hätte er, wenn er am Samstagabend - wie geplant - einen Vertrag mit Preußen geschlossen hätte. Dazu kam es aber nicht. Gegen 21 Uhr hatten nämlich beide Parteien die Verhandlungen überraschend abgebrochen.

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"Wir konnten uns in diesem finalen Gespräch überraschend nicht einigen", sagte Sportvorstand Carsten Gockel nach dem Treffen mit dem 23-Jährigen und Mitgliedern dessen Beratungsagentur.

Am Nachmittag hatte Ex-Profi Ulf Kirsten, der sich nun als Berater um Nsereko kümmert, den Wechsel schon als fix verkündet. Nsereko hatte von Mittwoch bis Samstag als Probespieler bei Müster mittrainiert, hätte einen stark leistungsbezogenen Vertrag bis Saisonende bekommen sollen.

"In Münster hat er die Ruhe, um jetzt an sich zu arbeiten", hatte Kirsten bei "Sport1" gesagt: "Er kriegt von uns jede Unterstützung und wir werden sehr genau darauf achten, dass er mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt."

"Ich betrachte das völlig neutral", kommentierte hingegen SCP-Trainer Pavel Dotchev am Sonntag den geplatzten Wechsel. "Wenn der Transfer zustande gekommen wäre, hätte uns das möglicherweise weitergeholfen. Vielleicht ist es aber so besser, dass es nicht geklappt", sagte er am Düsseldorfer Flughafen den "Westfälischen Nachrichten".

Über Nsereko sagte er: "Körperlich war er bei 70 Prozent. Wir hätten ihn etwas aufbauen müssen, für die Startelf hätte es erstmal nicht gereicht. Aber dann hätte er eine Verstärkung werden können."

Nsereko, früherer deutscher U-19-Europameister und bei den Löwen nach mehreren Vergehen vor zwei Jahren suspendiert, hatte im Herbst zuletzt zwei Spiele für die SpVgg Unterhaching absolviert. "Ich habe viel Mist gebaut, dazu stehe ich. Nun möchte ich einfach von Null wieder loslegen", hatte Nsereko zuletzt zur AZ gesagt.

 

 

 

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