Watzke bestätigt Rückkehr Kevin Großkreutz: Neuanfang beim BVB

Kommt zu Dortmund zurück: Weltmeister Kevin Großkreutz Foto: dpa

Der verlorene Sohn kehrt zurück. Nach seinem unrühmlichen Abgang beim VfB Stuttgart wird Weltmeister Kevin Großkreutz wieder Borussia Dortmund beehren.

München - Der geschasste Weltmeister Kevin Großkreutz darf und wird sich bei Borussia Dortmund fithalten. Das bestätigte Hans Joachim Watzke. "Er hat sich bedankt, dass wir ihm die Möglichkeit geben, sich in der zweiten Mannschaft fit zu halten, und wird diese Option auch nutzen", erklärte Watzke in der Sportbild. Der BVB-Boss kann sich eine Bundesliga-Rückkehr des Weltmeisters vorstellen. "Warum nicht? Für Borussia Dortmunds Zukunft ist er kein Thema - aber wenn du einen Spieler brauchst, der mit vollem Einsatz dabei ist, der eine Verbindung zu den Fans herstellt und sich voll mit einem Verein identifiziert, ist das natürlich vorstellbar", so Watzke. "Ich könnte mir einige Klubs vorstellen, denen er sportlich und von der Mentalität her noch immer sehr gut tun würde."

Zuvor hatte der Verein schon per Pressemitteilung seine Unterstützung des in Ungnade gefallen Spielers, dessen Vertrag beim Zweitligisten VfB Stuttgart im Zuge von dessen Rotlicht-Affäre aufgelöst worden war, verkündet: "Wenn er uns fragt, wird unsere Antwort auf jeden Fall ja lauten. Kevin ist ein verdienter BVB-Spieler und wird immer zur BVB-Familie gehören." 

Unterstützung erhält Großkreutz auch vom ehemaligen Weggefährten Lukas Podolski. "Wenn ich da alte Trainer und Experten und ihre Predigten höre: Ich möchte nicht wissen, was früher abgegangen ist", sagte Podolski zu den anschließenden Diskussionen: "Daher nun mit dem Finger auf Kevin zu zeigen, ist falsch. Dass er Fehler gemacht hat, weiß er selber."

Auch die beteiligten Jugendspieler wurden bestraft

VfB Stuttgart hat nun auch den drei beteiligten Jugendspielern in der Affäre um Kevin Großkreutz einen Denkzettel verpasst. Die Talente dürfen vier Wochen nicht am Trainings- und Spielbetrieb ihrer Nachwuchsmannschaft teilnehmen. Der VfB bestätigte am Montag dem SID entsprechende Meldungen der Stuttgarter Zeitung und Nachrichten sowie der Bild-Zeitung. Darüber hinaus sollen die Jugendlichen während ihrer Sperre soziale Dienste verrichten. Noch ist offen, in welchem Umfang und in welcher Einrichtung. Darüber finden derzeit noch Gespräche statt. Nach den vier Wochen soll das Trio bei den Schwaben wieder integriert werden. Weltmeister Großkreutz und der Bundesliga-Absteiger hatten sich dagegen nach dem Vorfall in "beiderseitigem Einvernehmen" getrennt.

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