Was muss, das muss Frühjahrsputz - so geht's richtig!

Wenn die Sonne wieder scheint, steht in vielen Haushalten der Frühjahrsputz an. Foto: Franziska Gabbert/dpa

Lässt sich die Sonne zum Ende des Winters wieder blicken, dann bringt sie auch Staub und Schmutz in den eigenen vier Wänden zu Tage. Damit das Heim wieder einladend wird, steht nun wohl oder übel der Frühjahrsputz an. 

München - Wenn zum Frühlingsbeginn die ersten Sonnenstrahlen den Tag erhellen, ist das eigentlich ein Grund zur Freude. Allerdings bringt Sonne auch schmutzige Fenster und dicke Staubschichten auf Schränken und Regalen zum Vorschein. Höchste Zeit also für einen ordentlichen Frühjahrsputz, damit man sich in seinen eigenen vier Wänden wieder wohl fühlt und das schöne Wetter uneingeschränkt genießen kann.

Die erste Frage, die sich anlässlich des traditionellen Frühjahrsputzes stellt: "Was putze ich denn, was ich sonst nicht putze?". Wer jede Woche Bad und Küche auf Hochglanz bringt und den Staubsauger regelmäßig im Einsatz hat, der fragt sich nun, worauf er beim alljährlichen Großreinemachen besonders achten soll. Und tatsächlich gibt es einige Stellen, die beim wöchentlichen Hausputz übersehen werden: Lampen, Schrankablagen, Fenster, die Speisekammer, die Dunstabzugshaube und der Kühlschrank kommen bei Putzaktionen meistens zu kurz. Daher sollten sie zumindest beim großen Frühjahrsputz ordentlich gereinigt werden. 

Frühjahrsputz: Keine große Bandbreite an Putzmitteln nötig

Eine besonders große Bandbreite an Putzmitteln braucht man für den Frühjahrsputz übrigens nicht. Ausgerüstet mit einem neutralen Allzweckreiniger für unempfindliche Oberflächen wie Tische, Stühle, Böden und Fliesen kann es auch gleich losgehen. Zusätzlich sollte man sich noch einen Reiniger mit Fettlöser bereitstellen, der bei Fettfilmen auf Küchenschränken und Regalen zum Einsatz kommt. Gegen Kalk im Badezimmer und in der Küche hilft ein saurer Reiniger auf Zitronenbasis.

Aber aufgepasst: Nicht jedes Produkt ist für jede Oberfläche geeignet. Manche Putzmittel können auf bestimmten Oberflächen sogar große Schäden anrichten. Saure Reiniger sollte man beispielsweise auf keinen Fall für Marmoroberflächen im Badezimmer verwenden. Für welche Beläge sich das jeweilige Produkt eignet, ist in der Regel auf der Rückseite des Putzmittels aufgelistet. Außerdem gilt bei Putzmitteln generell: Weniger ist mehr. Meistens ist schon eine geringe Dosis, also ein paar Tropfen Reiniger, genug. Wenn man Putzmittel gezielt und fachgerecht einsetzt, kommt das auch der Umwelt zugute. Denn je weniger Chemie wirkungslos verschwendet wird, desto besser. 

Inzwischen gibt es auch umweltfreundliche Reiniger im Handel, die das Abwasser weniger belasten, aber vergleichbar gut reinigen. Diese Produkte sind mit dem EU-Umweltzeichen oder dem Blauen Engel gekennzeichnet. Und die umweltfreundlichen Produkte haben noch einen weiteren Vorteil: Der Anteil an allergenen Duftstoffen ist bei ihnen weitgehend beschränkt, wodurch sie für Allergiker oft besser geeignet sind.

Frühjahrsputz: Hausmittel schonen Umwelt und Geldbeutel

Jedoch sind auch bei umweltfreundlichen Putzmitteln manche Inhaltsstoffe nicht biologisch abbaubar. Deshalb sollte man auch hier sparsam dosieren. Vollständig verzichten sollte man außerdem auf desinfizierende Reiniger. Diese belasten die Umwelt besonders. 

Die Umwelt und den Geldbeutel schonen auch einige Hausmittelchen. Essig eignet sich beispielsweise gut, um Kalk zu bekämpfen. Wer bei dem Geruch die Nase rümpft, kann stattdessen auch Zitronensäure einsetzen. Saubere Fenster und Kühlschränke bekommt man mit einer Mischung aus Wasser und Natron, die mit einer Sprühflasche auf die zu reinigenden Flächen aufgetragen wird. Und auch Kernseife ist ein echter Geheimtipp. Diese eignet sich nicht nur zum Händewaschen, sondern ebenso für hartnäckig verschmutzte Herdplatten oder zur Vorbehandlung von Flecken in der Wäsche. Fetthaltige Rückstände in der Küche können zum Beispiel mit Soda entfernt werden. 

Wer nach dem Schrubben von Fenstern, Regalen und Schränken immer noch motiviert ist, der kann sich auch gleich noch seinen Kleiderschrank vornehmen. Oft ist es auch hier nötig, zumindest einmal im Jahr ordentlich auszumisten. Wem es schwer fällt, sich von geliebten, aber mittlerweile abgetragenen Stücken zu trennen, der sollte nach folgender Grundregel vorgehen: Alles, was man ein Jahr lang nicht getragen hat, kommt in die Altkleidersammlung. Dabei ist es wichtig, den Blick immer auf das Positive zu richten: Je mehr man ausmistet, desto mehr Platz hat man für neue Kleidung. Und wenn man den Frühjahrsputz endlich geschafft hat, ist eine ausgiebige Shoppingtour bei sonnigem Wetter die ideale Belohnung!

Jetzt neu: Die AZ-App mit Push-Benachrichtigung!

Verpassen Sie nie mehr, wenn in München, Bayern oder Welt etwas passiert. Die App für Android und iOS mit automatischer Benachrichtigung für Ihr Smartphone oder Tablet gibt es hier kostenlos zum Download:

Android-App jetzt herunterladen iOS-App jetzt herunterladen!

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. null