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Wandern und Radeln Straubinger Haus: Ein Paradies zu jeder Jahreszeit

Aussicht vom 1764 Meter hohen Fellhorn in den Chiemgauer Alpen zu den Loferer Steinbergen. Sie befinden sich in Österreich in den Bundesländern Tirol und Salzburg Foto: Franz-Xaver Six

Das Straubinger Haus auf der Eggenalm im Chiemgau ist ein idealer Ausgangsort   für Wanderungen und Mountainbike-Touren.

München -  Eingebettet in Almwiesen, mit Panoramablick auf das Kaisergebirge: Das Straubinger Haus liegt nicht nur idyllisch, sondern ist auch leicht zu erreichen. Für Bergwanderer und Mountainbiker, Gruppen und Familien ist es daher ein beliebtes Ziel – oder ein Ausgangspunkt für diverse Touren. Denn obwohl man das Haus auf der Eggenalm auch gut für einen Tagesausflug aufsuchen kann, lohnt es sich, hier zu übernachten und die legendären Sonnenauf- und Sonnenuntergänge vom nahen Fellhorn zu genießen.

Der Zustieg zur Alm ist von allen Seiten aus möglich

In dem einerseits alpinen, aber dennoch technisch gut zu bewältigenden Gebiet der Eggenalm mit dem höchsten Berg, dem 1764 Meter hohen Fellhorn, konnten von allen Himmelsrichtungen Zugangswege angelegt werden. Die Gegend ist landschaftlich reizvoll und bietet schöne Tal- und Ausblicke. Unterschätzen sollte man das Gelände dennoch nicht: Neben etwas Kondition und Trittsicherheit sind gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung ein Muss.

Besonders empfehlenswert für Wanderer sind die Zustiege von Seegatterl über die Obere Hemmersuppenalm (8 km, 800 Höhenmeter), von Erpfendorf über den Gernweg (6 km, 900 Höhenmeter) und von der Hager Brücke über die Neualm (8 km, 1 000 Höhenmeter). Der kürzeste Weg zum Straubinger Haus führt von Blindau bei Reit im Winkl über die Hindenburghütte, wo man auch noch das Hüttentaxi des dortigen Wirtes in Anspruch nehmen kann.

Mountainbiker können von Seegatterl auf der Forststraße, von Erpfendorf auf dem Almwirtschaftsweg oder von Blindau über die Klausenberg- und Kreuzangeralm zur Eggenalm radeln. Dabei sind ebenfalls an die 1000 Höhenmeter zu bewältigen.

Das von der Alpenvereins-Sektion Straubing 1978 neu erbaute und bis 2007 erweiterte Haus bietet in Zwei- und Vier-Bettzimmern sowie Lagern insgesamt 66 Schlafplätze. In gemütlichen Gasträumen und auf der Terrasse kann man es sich gut gehen lassen. Der Kinderspielplatz sorgte für die Klassifizierung „familienfreundlich“ und der Energiemix für den Umweltgütesiegel, das der DAV verliehen hat. Das junge Hüttenpächterpaar sorgt für eine gute Küche und einen funktionierenden Betrieb.

Straubinger HausIdyllisch gelegen und leicht zu erreichen: Das Straubinger Haus. Foto: Franz-Xaver Six

Die Eggenalm ist zu jeder Jahreszeit ein Naturparadies

Das weitläufige Almgelände mit mehreren aktiven Almbauern und über hundert weidenden Rindern ist ein wahres Blumenparadies. Im Frühjahr sind die Wiesen mit Enzianen und Trollblumen geradezu übersät. Dann folgen zwischen den grünen Latschen die blühenden Almrosen. Es gibt dort auch noch Birkhühner, die man freilich nur am frühen Morgen in der Balzzeit wahrnehmen kann. Gemsen sind dagegen in den steilen Südwänden des Fellhorns auch tagsüber zu beobachten.

Panorama-Rundtour mit spektakulären Ausblicken

Vom Straubinger Haus zum Steinplattengebiet geht der Premiumwanderweg „Gletscherblick“. Von vielen Stellen sind nicht nur die nahen Loferer Steinberge, sondern die dahinter liegenden Hohen Tauern mit Wiesbachhorn, Großglockner und Großvenediger zu sehen. Dieser Weg ist Teil der Rundtour von Erpfendorf zum Straubinger Haus, tags darauf mit dem Übergang zur Steinplatte und den Abstieg über den ebenfalls reizvollen Grünwaldsteig nach Waidring am Eingang des Pillerseetales. Mit der guten Busverbindung gelangt man zum Ausgangspunkt Erpfendorf zurück. Wenn man von Seegatterl aufgestiegen ist, kann man ebenfalls den Premiumweg nutzen und von der Steinplatte über die Möseralm zur Winklmoosalm direkt nach Seegatterl zurückkehren. In beiden Fällen muss man ab dem Straubinger Haus zirka sechs Stunden einkalkulieren. Der Hausberg des Straubinger Hauses ist das 1764 Meter hohe Fellhorn. Es ist in 45 Minuten erreichbar.

Wählt man den möglichen Rundweg über die Hochtrittalm, dauert die Besteigung 90 Minuten Gehzeit. Der Gipfel mit Gipfelkreuz bietet einen einzigartigen Rundblick. Im Osten und Süden sind hinter den Loferer Steinbergen die kompletten Hohen Tauern und die Kitzbühler Alpen zu sehen. Es folgen der dominierende Wilde Kaiser, das auf der anderen Talseite stehende Unterberghorn und die Nachbarn in den Chiemgauer Alpen, Kampenwand und Geigelstein. Im Westen glitzert der Chiemsee mit Hochgern und Hochfelln. Die Runde voll machen die Berge um Ruhpolding, die Steinplatte und die Berchtesgadner Alpen. Ein weiterer Gipfel in Reichweite des Straubinger Hauses ist der 1685 Meter hohe Eggenalmkogel, für dessen Besteigung über die Hochtrittalm als Runde man ebenfalls mit 90 Minuten rechnen sollte. Bei längeren Aufenthalten auf dem Haus sind Halbtagestouren entlang des Eggenalm- und Fellhornmassivs möglich, die ebenfalls interessant und technisch nicht schwierig sind.

Eine solche Möglichkeit ist der Abstieg zur Oberen Hemmersuppenalm und der Querweg über die Pflegereck- und Eibenstück-Diensthütte zur Winklmoosalm mit Rückweg über die Steinplatte und „Gletscherblick“-Premiumweg. Eine zweite Variante ist der Abstieg über die Kreuzangeralm zur Hausenaualm und Rückweg über die Neualm.

 

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