Sie hatte keine Chance Marienhof-Star Silvia Andersen in München von Lkw überrollt

Auf der Straße sind noch die Kreide-Spuren der Unfallsicherer zu sehen. Foto: Petra Schramek, az

Der ehemalige Marienhof-Star Silvia Andersen (51) radelt durch die Au. Dabei gerät sie an einer Kreuzung in den toten Winkel eines Lasters. Der Fahrer biegt ab und übersieht die Schauspielerin. Sie stirbt noch an der Unfallstelle.

Au - Für Freunde und Kollegen war die Nachricht vom Tod Silvia Andersen ein Schock. Die 51-Jährige aus München starb am Mittwochnachmittag in Folge eines tragischen Verkehrsunfalls (AZ berichtete).

Die Schauspielerin, die früher in der Serie Marienhof die Rolle der "Frau Klein" spielte und auch in mehreren Spielfilmen mitwirkte, fuhr auf dem Radweg entlang der Regerstraße. Sie wollte an der Kreuzung zur Welfenstraße geradeaus weiter, die Ampel stand auf Grün für die Radlerin.

Zur selben Zeit wollte der Fahrer eines Lastwagens von der Reger- in die Welfenstraße rechts abbiegen. Dabei übersah der 20-Jährige die Radlerin. Offenbar befand sich Silvia Andersen im toten Winkel der Rückspiegel. Die Schauspielerin wurde auf dem Rad von dem mit einem Rollcontainer beladenen Lastwagen erfasst und umgerissen. Ein zufällig an dieser Stelle vorbeikommender Arzt begann sofort, sich um die Verletzte zu kümmern, und leitete Wiederbelebungsmaßnahmen ein.

Kreuzung bisher nicht als Unfallschwerpunkt bekannt

Ein Notarztteam und Helfer der Feuerwehr versuchten, die 51-Jährige zu retten. Doch Silvia Andersen erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Der 20-jährige Lkw-Fahrer erlitt einen Schock. Er wird von einem Psychologen des Kriseninterventionsteams betreut.

Die Kreuzung Welfen- und Regerstraße galt bisher nicht als gefährlich oder als Unfallschwerpunkt. Erst im Mai hatte die Polizei eine Liste mit den gefährlichsten Straßen und Kreuzungen für Radler und Fußgänger veröffentlicht. In der Liste taucht die Kreuzung nicht auf.

Aufgrund des tödlichen Unfalls sind am kommenden Montag zwischen 13 und 15 Uhr Beamte der Verkehrspolizei an der Kreuzung, um Passanten über Gefahren aufzuklären.

Lesen Sie hier: Radler - Das sind Münchens gefährlichste Kreuzungen

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