Von Basel nach München Residenztheater: Andreas Beck wird neuer Intendant

Andreas Beck (links) mit Kunstminister Ludwig Spaenle. Foto: rbr

Rückkehr in die zweite Heimat: Kunstminister Ludwig Spaenle stellt Andreas Beck als neuen Intendanten des Staatsschauspiels vor. Beck kommt aus Basel.

München - Nun entschied das bayerische Kabinett doch schneller als erwartet. Die bayerische Staatsregierung stimmte am Dienstag dem Berufungsvorschlag von Kultusminister Ludwig Spaenle zu und bestätigte den Vertrag von Andreas Beck, der vor einer Woche bekannt gab, Basel verlassen zu wollen. Seit diesem Zeitpunkt galt sein Wechsel nach München als höchst wahrscheinlich.

Der gebürtige Mülheimer wird mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels – als Nachfolger von Martin Kusej, der als Burgtheaterdirektor nach Wien wechselt. Auch Beck wurde für dieses Amt gehandelt.

München ist dem 52-jährigen Dramaturgen und Regisseur vertraut. Von 1994 bis 1998 arbeitete er am Staatsschauspiel unter Eberhard Witt als Dramaturg. "Die Stadt ist für mich eine zweite Heimat", sagte er bei der Vorstellung. Hier konnte er erstmals seine Ideen von Theater verwirklichen, hier hat er studiert – sogar, wie sich herausstellte, teilweise bei den gleichen Professoren wie Ludwig Spaenle.

Über Wien und Basel nach München

Beck war unter Nikolaus Bachler Dramaturg am Wiener Burgtheater. Ab 2007 wurde er als Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Schauspielhauses in Wien, das er als zeitgenössisches Autoren- und Ensembletheater verstand. Seit 2015 leite er das Theaters Basel, wo er der schwächelnder Schauspielsparte zu neuer Aufmerksamkeit verhalf. In der Schweiz wird sein Abschied allgemein bedauert.

Bei seiner Vorstellung durch den Kunstminister betonte Beck die Bedeutung eines festen Ensembles und den literarischen Charakter des Theaters. Uraufführungen zeitgenössischer Autoren sind ihm wichtig. Bei der Neubefragung der Klassiker soll die Sprache im Vordergrund stehen – auch durch Neuübersetzungen. Er kündigte an, einen "Kern seines Ensembles" mitzubringen und wird mit einem Team von von Hausregisseuren arbeiten.

Becks Vertrag läuft vorerst über fünf Jahre. Spaenle kündigt an, den Umbau des Marstall zu einer Spielstätte für Staatsoper und Staatsschauspiel voranzutreiben. Der Ort solle zu einer "Theater-Agora" werden. Zur zweiten großen Personalie, dem Wechsel von von Nikolaus Bachler und Kirill Petrenko auf (höchstwahrscheinlich) Serge Dorny und Wladimir Jurowsky sagte Spaenle, dass er sich dazu "näher als bälder" äußern werde.

 

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