Die Wanderin hat in Schwangau offenbar ohne die notwendige Ausrüstung an einem gesperrten Klettersteig die Kontrolle verloren.

Schwangau -  Tragisches Ende einer Bergtour auf einem gesperrten Klettersteig: Eine 22-jährige Frau aus Baden-Württemberg ist bei einer Wanderung am Tegelberg (1881 Meter) bei Schwangau in den Ammergauer Alpen (Kreis Ostallgäu) abgestürzt und ums Leben gekommen.

Die Frau aus dem Kreis Heidenheim war in einer achtköpfigen Wandergruppe unterwegs – vermutlich ohne geeignete Ausrüstung. Wie die Polizei am Montag mitteilte, kam die Truppe am Ostersonntag bei ihrem Versuch, die „Gelbe Wand“ zu durchsteigen, vom Weg ab und geriet in hochalpines Gelände – in den sogenannten „Tegelbergsteig“.

 

Der Klettersteig war bereits teilweise abgebaut

 

Die Frau verlor an dem Klettersteig in etwa 1300 Metern Höhe die Kontrolle und stürzte über einen Felsen in die Tiefe. Sie konnte nur noch tot geborgen werden.

Drei der Wanderer mussten über die Winde mit dem Hubschrauber gerettet werden, sie erlitten Unterkühlungen.

Ein weiterer Wanderer, der ebenfalls vom Weg abgekommen war und sich verstiegen hatte, musste durch die Bergwacht in schwierigem Gelände gesichert werden.

Der Klettersteig war zum Unfallzeitpunkt gesperrt und teilweise abgebaut. Die Polizei prüft auch die Ausrüstung der Bergwanderer, die für die Tour höchstwahrscheinlich nicht ausreichend war.

An dem Rettungseinsatz waren drei Hubschrauber, die Bergwacht Füssen, die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, mehrere Beamte der Polizei Füssen, das Kriseninterventionsteam der Bergwacht Allgäu sowie der Kriminaldauerdienst der Polizei im Einsatz. Die Ermittlungen zum Unfallhergang hat die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West übernommen.

Bereits am Donnerstag war ein 49 Jahre alter Bergwanderer am Zellerhorn im Laubensteingebiet zwischen Aschau im Chiemgau und Frasdorf (Kreis Rosenheim) abgestürzt. Er verletzte sich dabei schwer.

Der Wanderer aus dem Münchner Umland war laut Polizei auf einem Grat zwischen Laubenstein und Zellerhorn offenbar ausgerutscht und etwa einhundert Meter weit über einen Steilhang und eine Felswand gestürzt.

Mit dem Handy wählte er den Notruf. Ein Hubschrauber flog den 49-Jährigen ins Krankenhaus.