Volkstheater-Umzug Viehhof: BA will mitreden

Der unbebaute Viehhof bietet derzeit noch Freiraum für Zwischennutzungen. Kommt das Volkstheater, ändert sich das. Foto: Dieter Stein/ho

Verhindern wird man den Neubau des Volkstheaters im Viehhof nicht, das ist im Bezirksausschuss Isarvorstadt (BA) selbst den größten Kritikern bewusst.

Isarvorstadt - Aber zumindest mitreden möchte man bei dem Projekt, das den Charakter des Viertels nachhaltig verändern wird. Der BA hat bei seiner jüngsten Sitzung deshalb ein überfraktionelles Positionspapier verabschiedet. Die Forderungen: Das Volkstheater muss kleiner und die Planung bürgernäher werden.

Sieben Kernpunkte stehen auf der BA-Liste. Die Stadtviertelpolitiker fordern zum einen, dass das Gelände in seiner Ganzheit geplant wird und die Bürger besser beteiligt werden. Dass eine der letzten Freiflächen nur stückweise verplant wird, stößt bei Bürgern und Politikern aus dem Viertel schon länger auf Widerstand (AZ berichtete). Am aktuellen Planungsstand hat der BA ebenfalls einiges auszusetzen. So sei der Bühnenturm viel zu hoch geplant. „Der ist 30 Meter hoch und 20 Meter breit, das ist ein Hochhaus, das ist hässlich“, sagte Silvia Haas (Grüne) bei der Sitzung. Als maximale Höhe fordert der BA 24 Meter über Straßenhöhe. Ebenso müsse das Eingangs-Ensemble des Viehhofs mit der alten Bank, Wirtshaus und Torwärterhäuschen erhalten bleiben.

Insgesamt will das Stadtviertelparlament die Fläche des Theaters begrenzen. Von Norden her soll der Flächenverbrauch nur bis zur Höhe der Schmellerstraße gehen. Zudem solle das Volkstheater dem BA ein Betriebskonzept vorlegen, vor allem für die geplante Gastronomie. „Wir hatten so ein bisschen den Eindruck, man denkt, man kann einfach das Volkstheater von der Brienner Straße in den Viehhof setzen“, sagte Beate Bidjanbeg (SPD). Die Voraussetzungen in der Isarvorstadt seien aber andere.

Weil das so ist, möchte der BA bei den kommenden Planungen vorne mit dabei sein: Beim Ausschreibungstext für den Architektenwettbewerb will das Gremium ebenfalls mitreden. Ob die Stadt da mitmacht, ist fraglich. Kein Grund, es nicht zu versuchen, heißt es dazu im BA.

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