Vier Standorte sind Kandidaten Berliner Betriebsräte warnen Siemens vor Werksschließungen

Siemens-Gasturbinenwerk in Berlin: Die Bundeshauptstadt ist mit 11.600 Mitarbeitern der größte Produktionsstandort des Konzerns. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Die Betriebsräte von Siemens haben in Berlin davor gewarnt, Werke zu schließen. Sollte es doch dazu kommen, werden sich die Arbeitnehmer wehren.

Berlin - Berliner Siemens-Betriebsräte sowie die IG Metall haben das Management aufgefordert, keine Werke in Berlin zu schließen oder Teile zu verlagern. Sollte die Unternehmensführung dies tatsächlich vorhaben, würden sich die Arbeitnehmer energisch dagegen wehren.

Das kündigte der IG-Metall-Bevollmächtigte Klaus Abel an. "Siemens muss sich auf eine harte Auseinandersetzung einstellen."

Berlin ist mit 11.600 Mitarbeitern der größte Produktionsstandort des Münchner Konzerns. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hatte "schmerzhafte Einschnitte" vor allem in der Kraftwerkssparte angekündigt. Siemens will am 16. November im Wirtschaftsausschuss des Unternehmens über seine Pläne informieren. Tags darauf sollen die Details öffentlich gemacht werden.

Der IG-Metall-Bevollmächtigte sagte, nach den Planspielen des Managements solle deutschlandweit Personal "im vierstelligen Bereich" abgebaut werden. Das Dynamowerk in Berlin sowie die Standorte Görlitz, Leipzig und Erfurt seien als Kandidaten für eine Schließung genannt worden.

Der Sprecher der Berliner Siemens-Betriebsräte, Günter Augustat, verlangte vom Unternehmen, keine Teile von Forschung oder Fertigung in Berlin aufzugeben. Vielmehr müsse Siemens in die Entwicklung noch effizienterer Gasturbinen und Elektromotoren investieren.

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