Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren
Artikel bewerten [4.75/16]

"Vielleicht geht es um Neid" Schuhbeck: Was hinter den Gerüchten steckt

Julian Galinski, vom 19.07.2011 00:00 Uhr
Ist er das Opfer gemeiner Gerüchte? Starkoch Alfons Schuhbeck. Foto: Martha Schlüter
Ist er das Opfer gemeiner Gerüchte? Starkoch Alfons Schuhbeck. Foto: Martha Schlüter
Siehe auch

Schuhbeck wehrt sich gegen übles Gerede. Schuhbeck ist nicht der einzige Top-Koch, der solchen Verleumdungen ausgesetzt ist. Ein Mythenforscher erklärt, wie es entsteht.

MÜNCHEN - Starkoch Alfons Schuhbeck kämpft gegen Gerüchte. Die besagen: Er würde in seinen Südtiroler Stuben Gästen per Schreiben mit der Rechnung weitere Reservierungen untersagen – weil sie untereinander von ihren Tellern probiert hätten (AZ berichtete). „Totaler Schmarrn”, schimpft Schuhbeck und setzt 5000 Euro Belohnung für denjenigen aus, der ihm einen solchen Rauswurf-Brief bringt.

Schuhbeck ist nicht der einzige Top-Koch, der solchen Verleumdungen ausgesetzt ist. Bleibt die Frage, wie derlei Gerüchte entstehen. Die AZ hat dazu mit Mythenforscher Bernd Harder von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften gesprochen. Der Forscher erklärt das so:

Ego-Pflege:
„Jeder hat gerne etwas zu erzählen, und wer nichts zur täglichen Kommunikation beizutragen hat, gilt schnell als langweilig.”

Sicherheit:
„Das Gerücht oder die moderne Sage hat den Vorteil, dass man sich den Inhalt zu eigen machen kann, ohne die Gewährleistung dafür übernehmen zu müssen: Man gibt ja nur wieder, was man von anderen gehört hat.”

Motiv:
„Vielleicht gehen die Sterneköche den Leuten auf die Nerven durch ihre mediale Dauerpräsenz. Vielleicht geht es um Neid.”

Wahrheitsgehalt:
„Gerüchte sind keine Realität – aber sie deuten sie, und zwar in dem Sinne, den man selbst gerne glauben möchte.”

Kommentare (18)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentare schreiben
Anzeigen
JUL
21
19:14 Uhr, geschrieben von Xaver B.
Tütensuppen-Schubeck
Der Schubeck is scho unglaubwürdig. Der macht auch noch Werbung für Tütensuppen. Und seine Suppen (Escoffier) aus der Dose sind scho der reinste Graus und werden auch scho in TV-Sendungen angeprangert. Recht so.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
3
Kommentar bewerten
JUL
21
10:07 Uhr, geschrieben von Miriam
Schuhbeck
So ganz an den Haaren herbeigezogen ist die Geschichte nicht! Bereits vor zwei Jahren erzaehlten Freunde, dass sie im Lokal sehr unfreundlich zurechtgewiesen wurden, als sie gegenseitig das Essen probierten. Wir alle fanden das - um es einmal vorsichtig zu formulieren - sehr irritierend.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
1
Kommentar bewerten
JUL
20
15:42 Uhr, geschrieben von Jezabel
Schuhbeck
hier handelt es sich um pure Neider. Falls der Schuhbeck so ein Schreiben aushändigte dann hatte es womöglich einen Grund. Ich glaubs aber nicht. Wie bereits von einem Foristen erwähnt lassen die Tischsitten bei vielen Mitmenschen zu wünschen übrig. Viele kennen den Unterschied einer gehobenen und einer einfachen Gastronomie nicht mehr. Mir liegt diss Thema sehr am Herzen da ich es seit gefühlten 100 Jahren es hasse wenn jemand auf meinem Teller rumstochert. Ich würde das nie tun oder Reste vom Nachbarn aufessen !! Puhh da schaut aus dem Menschen die Bestie hervor. Gier, Gier womöglich gibts ja Morgen nichts mehr zu kaufen und zu essen. Zum Schuhbeck habe ich ein gespaltenes Verhältnis eigentlich weder für noch wieder. Er arbeitet hart , hat es immer getan das respektiere ich im höchsten Maße und er ist nicht so dumm.sich selbst einen Strick zu drehen.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
-8
Kommentar bewerten
Kommentar-Seite
vorherige
1  von  6
nächste
Radler-Crash: Münchnerin (59) schwer verletzt
[Kommentare 1] Auf der Lindwurmstraße stoßen zwei Radlerinnen zusammen, eine Münchnerin (59) stürzt und verletzt sich schwer. Die andere radelt einfach weiter.
Bub (6) auf Schnellrestaurant-Toilette missbraucht
Am Pissoir eines Schnellrestaurants in Obersendling berührt ein Mann einen sechsjährigen Bub unsittlich. Die Polizei sucht den Täter.
Anzeigen & Verlagsbeilagen zum Durchklicken
 
Die AZ-Top-Bilder
mehr Bilder mehr Bilder
Das München-Wetter
 
 
Anzeige
Nachrichtenticker
13:42   Heftiges Erdbeben in Bulgarien verursacht Sachschaden
13:35   Berlin sieht Eurobonds nicht als Thema auf EU-Gipfel
13:26   Lebenslange Haft für dänischen Vater gefordert
13:02   Bahr gegen Druck in Kliniken zulasten der Patienten
12:55   Brad Pitt ohne Angelina Jolie in Cannes
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
AZ-Pflegekompass

Konzert Tickets

Interaktiv
  • Umfrage
Start_dpa

Edmund Stoiber setzt sich nach dem Düsseldorf-Skandal erneut für Sicherheitszäune in Stadien ein - der richtige Ansatz?

 
Ja, nur so kann man die Chaoten unter den Fans kontrollieren.
Nein, das ist ein Rückfall in alte Zeiten - die Fans dürfen nicht "eingesperrt" werden.
Es muss sich etwas im Fanverhalten ändern - aber das ist die falsche Maßnahme.
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Meist gelesen
  • Meist kommentiert
  • Neueste Artikel
  • Facebook
  • Twitter
Video