Viele Tipps und ein Rezept Ernährung im Alter: Dose auf, Mikrowelle an

Mit Saisongemüse bleibt der Speiseplan bunt und abwechslungsreich. Foto: dpa

Der Tag ist durchgeplant, das Portemonnaie Mitte des Monats schon leichter und woher kreative Rezepte nehmen? Das Essen soll schnell auf dem Tisch stehen, wenig Mühe bereiten, schmecken und lange satt halten.

München -  Im Berufsleben greifen viele Menschen mittags auf die Bäckerei gegenüber, oder die Kantine der Firma zurück und kochen abends. Manch einer aber steigt um auf etwas Leichtes, selbst Gekochtes, um sich abwechslungsreicher zu ernähren und nach der Mittagspause nicht das postprandiale Vigilanzsuppressionssyndrom zu erleben. Auch bekannt unter „Suppenkoma“.

Viele Unternehmen stellen eine Kochnische oder Mikrowelle und vielleicht auch eine Sitzgruppe bereit, in der gemeinsam bei gutem Essen entspannt werden kann.

Nicht mehr im Berufsalltag eingespannt, füllt sich der Tag schneller als vorher angenommen. Für einige Dinge benötigt man im Alter schlicht mehr Zeit, neue Freizeitaktivitäten werden entdeckt und alltägliche Angelegenheiten mühseliger. Da ist es verständlich sich den neuen Umständen anzupassen und hier und da Kompromisse zu schließen – nicht aber bei der Ernährung.

Gemeinsam kreativ gesunde Gaumenfreuden entdecken

Es klingt verlockend, ein fertiges Mittagessen aus Tüte oder Dose einfach zu erwärmen. Oft sind die Nahrungsmittel jedoch behandelt mit Zusatzstoffen, die sich z.B. auf den Appetit auswirken. Selbst gewürzt und gekocht, ist hervorragend abzuwägen, wie viel Salz, Fett, Zucker etc. enthalten sind und welche Geschmacksrichtung für den Moment gewünscht ist.

Die Muskelmasse ist im Erwachsenenalter stetig rückläufig, der Fettanteil steigt, da ist es wichtig sich abwechslungsreich zu ernähren, um Volkskrankheiten entgegenzuwirken. Außerdem bereitet Kochen Freude und bringt kreativen Schwung in die Küche. Gemeinsam mit Freunden, aber auch als Paar oder Alleinstehender trägt gutes Essen zu mehr Lebensqualität bei. Volkshochschulen oder Kochschulen bieten Kurse an, um motorisch geschickter agieren zu können und kreativ Geschmackvolles auf den Herd zu zaubern. Mit Kindern oder Enkeln wird das Kochen zudem zu einem unterhaltsamen, gemeinschaftlichen Erlebnis.

Portemonnaie und Magen schonen

Neben den gesundheitlichen, geschmacklichen und phantasievollen Aspekten kommt der finanzielle hinzu. Selbst ein Brot über mehrere Euro ist kostengünstiger als jeden Tag Butterbrezeln zu kaufen, denn gerade Vollkornbrot hält lange satt und die vielen Schreiben reichen für mehrere Mahlzeiten aus. Ebenso verhält es sich mit Obst, Gemüse und dazu sättigenden Beilagen wie Reis, Hirse, Kartoffeln, Couscous oder Nudeln. Eiweißquellen bieten beispielsweise Hülsenfrüchte, Milchprodukte und je nach Geschmack und ethischer Einstellung Fleisch, Fisch oder Tofu. Zunächst vermag der Einkauf von frischen Einkäufen und genannten Beilagen teuer erscheinen, doch hält man sich vor Augen, für wie viele Mittagsessen etwa eine Packung Reis und ein Brokkoli ausreichen, ist selbst gekochtes Essen nicht nur nahrhafter und inhaltlich transparenter, sondern vorwiegend auch kostengünstiger. Selbstredend kommt es auf den einzelnen Menschen an, welche Bedürfnisse er an Nahrungsmittel stellt und wo er einkauft. Mit wenig Aufwand kann viel gekocht und danach portionsweise eingefroren werden. Saisongemüse ist oft regional erhältlich

So bleibt der Speiseplan bunt und abwechslungsreich. Was steht heute Mittag auf der Einkaufsliste?

Wie wäre es mit Couscous-Rote Beete-Salat? Warm zu Hause oder kalt unterwegs ist er ein Genuss.

Rezept für 2 Personen

1 Zwiebel in etwas Öl anbraten
80-100 g Couscous und Gemüsebrühe (ohne den Geschmacksverstärker Hefeextrakt) hinzugeben, kurz aufkochen und bei niedriger Temperatur sieden und ausquellen lassen
50g passierte Tomaten unterrühren
3-4 gekochte Rote-Beete-Knollen (gibt es bereits gekocht in Supermärkten) nach etwa 10 Minuten mit erwärmen
100g Schafkäse klein geschnitten hinzugeben und bis zum gewünschten Schmelzgrad erwärmen mit Petersilie und Minze abschmecken (je nach Saison und Geschmack andere auch andere Kräuter) ein paar Sonnenblumenkerne oder Nüsse darüber streuen sowie, je nach Vorliebe, für eine süßliche Note durch eine Handvoll Rosinen sorgen

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