Verzwickte Sache Am Truderinger Bahnhof: Ein Sozialbürgerhaus fürs Viertel

Auf diesem Areal soll ein Sozialbürgerhaus entstehen. Foto: gm

Trudering - Endlich hat der Stadtrat grünes Licht fürs Sozialbürgerhaus Berg am Laim/Trudering am Truderinger Bahnhof. Doch auf schnelle Realisierung kann man kaum hoffen, denn jetzt soll geprüft werden, ob auch die Freiwillige Feuerwehr auf dem Grundstück Platz hat.

München - Fast ein historischer Tag für Trudering und Berg am Laim - vergangene Woche fiel der Beschluss für den Bürgerhaus-Standort am Bahnhof Trudering. 14 Jahre lang hing das Projekt in der Warteschleife und stand fast vor dem Aus.

Laut Wirtschaftlichkeits-Rechnung des Kommunalreferats wäre nämlich der Verbleib im gemieteten Objekt an der Streitfeldstraße billiger (AZ berichtete). Das allerdings war für die Truderinger Bezirksausschuss-Mitglieder und Stadträte kein überzeugendes Argument. Sie erklärten unisono, der Bahnhof liege im Zentrum der Sozialregion und sei durch U- und S-Bahn sowie mehrere Buslinien aus jeder Richtung bestens erreichbar. Auch Niederlassungen von Volkshochschule und Stadtbibliothek sind bisher im neuen Haus vorgesehen.

Im Stadtrat allerdings geschah Seltsames: In der öffentlichen Sitzung lehnten SPD und CSU den Antrag der Grünen, das Projekt so schnell wie möglich zu realisieren, ab und nahmen nur die Wirtschaftlichkeits-Rechnung zur Kenntnis.

In der folgenden nichtöffentlichen Sitzung stimmten aber auch CSU und SPD für den Truderinger Bahnhof und beschlossen eine Prüfung, ob auch die Freiwillige Feuerwehr noch auf dem Areal untergebracht werden kann.

Das wiederum lehnten die Grünen wegen der zentralen Lage am ÖPNV-Knotenpunkt ab, den die Feuerwehr nicht brauche. "Kindergarten", schimpfte der Truderinger Grünen-Stadtrat Herbert Danner (Grüne) im Gespräch mit der AZ. Einen schnellen Bau wird es kaum geben, wenn nun alles wieder auf den Prüfstand soll.

Ob die Feuerwehr überhaupt umziehen muss, ist ohnedies noch nicht raus. Das Areal mit der Wache will die Stadt gegen ein anderes tauschen und verhandelt deshalb seit Jahren. Vorsorglich prüfte man schon eine Umsiedlung an die Bajuwarenstraße, doch die acht Mietparteien der beiden städtischen Häuser dort liefen dagegen Sturm. Ganz schön verzwickt, die Sache!

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