Verfolger des FC Bayern schwächelt Nach Bartra-Bock: BVB patzt beim VfB Stuttgart

, aktualisiert am 17.11.2017 - 22:49 Uhr
Missverständnis beim VfB Stuttgart: Roman Bürki (li.) und Marc Bartra für den BVB. Foto: imago/Sportfoto Rudel

Nur ein Punkt aus fünf Spielen zuletzt: So lautet die ernüchternde Bilanz des BVB in der Bundesliga. Auch beim VfB Stuttgart verliert die Mannschaft von Peter Bosz, nachdem sich Abwehrspieler Marc Bartra einen spektakulären Schnitzer leistet.

Stuttgart - Ohne den suspendierten Pierre-Emerick Aubameyang hat Borussia Dortmund auch beim Aufsteiger VfB Stuttgart 1:2 (1:1) verloren und wartet nun seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg. Chadrac Akolo (5. Minute) und Josip Brekalo (51.) trafen am Freitagabend für die Gastgeber und bescherten ihrem Trainer Hannes Wolf im ersten Duell mit seinem Ex-Club den ersten Sieg. Der Ausgleich von Maximilian Philipp (45.+3.) nach dem zuvor verschossenen Elfmeter von Aubameyang-Ersatz André Schürrle war zu wenig vor 58 932 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena.

Nächster Rückschlag für den BVB

Der VfB bleibt durch den Sieg in diesem Jahr ungeschlagen und kletterte zumindest bis Samstag auf Rang elf der Fußball-Bundesliga. Dortmund dagegen droht vor dem Heimspiel in der Champions League gegen Tottenham Hotspur am Dienstag sogar aus den Top 4 zu rutschen. Bei den Schwaben hatte indes Ex-Bayer Holger Badstuber als Abwehrchef in der Anfangsformation gestanden.

Wegen des Stuttgarter Feierabendverkehrs waren noch gar nicht alle Zuschauer im Stadion angekommen, da stand es bereits 1:0 für die Gastgeber. Ein haarsträubendes Missverständnis zwischen Marc Bartra und BVB-Torwart Roman Bürki nutzte Chadrac Akolo zu seinem vierten Saisontor.

Bartra hatte Bürki mit einem Rückpass regelrecht abgeschossen. Die Kritik am Schweizer Nationalkeeper dürfte nach dem Fehler wieder zunehmen. Nur wenige Sekunden nach dem Anstoß hatte der Kongolese sogar das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte nach einem erneuten Fehler in der Dortmunder Defensive diesmal aber an Bürki.

Schürrle statt Aubameyang

Nach dem Fehlstart stabilisierten sich die zuletzt kriselnden Gäste mit ihrer neuformierten Offensive und kamen selbst zu ersten guten Szenen. Andrej Jarmolenko, Maximilian Philipp und Weltmeister André Schürrle waren im 4-3-3 die erste Angriffsreihe - Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang fehlte wegen seiner Suspendierung. "Das war eine disziplinarische Maßnahme, und das musste sein. Ich nehme das nicht persönlich, das ist auch nicht wichtig für mich, sondern für die Mannschaft", hatte Bosz die Strafe für Aubameyang vor dem Anpfiff im Eurosport-Interview begründet.

Für Schürrle war es der erst zweite Bundesliga-Einsatz der Saison, außer einem ersten Versuch noch vor dem 0:1 gelang ihm aber kaum etwas. Tiefpunkt für den Stürmer: Er scheiterte Sekunden vor der Halbzeit mit einem Handelfmeter an Ron-Robert Zieler – für den VfB-Keeper war es der erste abgewehrte Bundesliga-Elfmeter nach 21 erfolglosen Versuchen. Im Nachschuss verwandelte Philipp jedoch zum verdienten Ausgleich.

Bürki getunnelt

Stuttgart war nach der Führung dagegen nicht in der Lage, das ideenlose Spiel der Gäste zu nutzen und weitere eigene Chancen zu erarbeiten. Kapitän Christian Gentner wählte bei seinem Comeback an der Seite des erneut starken Santiago Ascacíbar nach zwei Monaten Verletzungspause zu oft einen Sicherheitspass nach hinten. Daniel Ginczek bekam als einzige Spitze bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung unmittelbar vor der Halbzeit zu wenig gute Zuspiele.

Beim 2:1 ließ sich die Dortmunder Abwehr wieder einmal von einem langen Ball überrumpeln. Nach dem Zuspiel von Berkay Özcan tunnelte der eingewechselte Josip Brekalo Bürki aus elf Metern. Takuma Asano (64./80.) und Özcan (71.) vergaben Riesenchancen zum 3:1. Auf der Gegenseite scheiterte Schürrle an Zieler (73.). Bei Dortmund verschärft sich nun die Krise nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Bundesliga-Spielen. So bleibt der BVB kein Verfolger des FC Bayern.

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