Es ist fix: Pep Guardiola wechselt im Sommer auf die Insel zu ManchesterCity. Kontakt zwischen Verein und Trainer gab es schon seit 2012.

Manchester/München - Das Geheimnis, das tatsächlich nie eines war, ist endlich gelüftet: Pep Guardiola wird ab der neuen Saison Trainer von Manchester City. Das gab der englische Vizemeister am Montag bekannt. Guardiola erhält bei den Citizens – natürlich – einen Dreijahresvertrag. So, wie es der Karriereplan des Katalanen vorsieht.

„Ich will in England in der Premier League trainieren, ich brauche in diesem Moment eine neue Herausforderung“, hatte Guardiola kürzlich erklärt. „Ich will die Stimmung, die Emotionen erleben. Ich weiß, es ist ein Risiko, aber ich mag genau das.“

Guardiola, der am Montagnachmittag per Privatjet und mit unbekanntem Ziel vom Münchner Flughafen abhob, löst den Chilenen Manuel Pellegrini ab. City verriet, dass es schon im Jahr 2012 Verhandlungen mit dem Startrainer gegeben habe. Damals aber zog er nach seinem Sabbatical in New York die Bayern vor.

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff bezeichnete Guardiolas Wechsel als „nachvollziehbare Entscheidung. Der Verein passt gut zu ihm“, sagte Bierhoff auf dem SpoBis in Düsseldorf: „Das wird eine interessante Geschichte.“

Bei City kennt Guardiola den Vorstandsvorsitzenden Ferran Soriano sowie Sportdirektor Txiki Begiristain aus seiner Zeit beim FC Barcelona. Guardiola wurde bei vielen Topklubs in Europa, insbesondere in England, als heißer Trainerkandidat gehandelt. Manchester City galt aber als Kandidat Nummer 1 – überraschend war am Montag höchstens der Zeitpunkt der Bekanntgabe. Prompt brach die Internetseite des Vereins kurzzeitig zusammen.

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Aus Respekt vor Pellegrini habe man die Entscheidung jetzt öffentlich gemacht, man wolle unnötige Gerüchte vermeiden, hieß es von City. Pellegrini ist seit 2013 beim Club und feierte mit diesem 2014 die Meisterschaft. Seit Jahren steckt Manchester irrsinnige Summen in die Mannschaft, scheiterte in der Champions League trotzdem immer früh.

Guardiola war im Sommer 2013 als Nachfolger von Jupp Heynckes zum FC Bayern gewechselt. Mit den Münchnern feierte er bislang zwei Meisterschaften, einen DFB-Pokalsieg, wurde im Jahr 2013 Club-Weltmeister und UEFA-Supercup-Sieger. In der Königsklasse scheiterte der Katalane mit dem deutschen Rekordmeister zweimal im Halbfinale.

Zuvor hatte er in vier Jahren beim FC Barcelona 14 Titel gefeiert, darunter zweimal den Triumph in der Champions League.