Die Polizei nimmt einen Mann fest, der mit einem weißen Hochglanzsprühlack auf Arabisch „Gott ist groß, heiliger Krieg“ an die Kirche St. Michael sprüht.

Altstadt - Mitten im vorweihnachtlichen Einkaufsrummel hat ein Mann am Donnerstagnachmittag die Eingangstür zur Kirche St. Michael in der Fußgängerzone mit arabischen Schriftzeichen besprüht. „Gott ist groß, Heiliger Krieg“, schrieb der Asylbewerber mit weißem Hochglanzlack an die Tür der Renaissancekirche.

Die Polizei nahm den Mann fest.

Passanten hatten zufällig mitbekommen, wie der Mann seine Sprühdose auspackte und die Kirche besprühte. Die Augenzeugen sprachen zwei Bereitschaftspolizisten an, die zwischen den Weihnachtsmarktständen unterwegs waren.

Die Beamten hielten den Sprayer auf, kontrollierten ihn und stellten fest, dass es sich um einen 30-jährigen Asylbewerber aus Jordanien handelt.

Er hatte nicht nur die Kirche beschädigt, er hatte auch gegen die Residenzpflicht verstoßen. Das Asylbewerberheim, in dem er untergebracht ist, befindet sich im Unterallgäu.

Nach der Befragung setzte die Polizei den Mann laut Polizeisprecher Damian Kania in den Zug zurück ins Unterallgäu.

In der vergangenen Woche gab es in Augsburg drei ganz ähnliche Taten. In der Nacht zum Donnerstag wurden dort die Portale vom Dom, der Ulrichskirche und von Sankt Moritz mit weißer Farbe besprüht. Auch hier hieß es jedes Mal in arabischen Schriftzeichen: „Allah ist groß“.

In Augsburg konnten die Täter entkommen. Die Polizei sucht nach zwei Männern, von denen einer Vollbart trug. Die Polizei überprüft nun, ob der in München gefasste Asylbewerber auch für diese Taten in Frage kommt oder ob er zu einer Tätergruppe gehört.

Ermittelt wird wegen Sachbeschädigung. In München wurde wegen des Zusatzes vom „Heiligen Krieg“ außerdem der Staatsschutz eingeschaltet.

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