600 Liter Öl verloren Irre! Kranfahrer richtet Chaos auf Münchner Straße an und rennt dann weg

, aktualisiert am 15.02.2018 - 12:30 Uhr
Ölmassen auf der Münchner Straße - die Bilder vom Unfallort zwischen Unterföhring und Ismaning. Foto: Gaulke

Mit einer Unfallfahrt verwandelt ein Kranfahrer die Münchner Straße zwischen Unterföhring und Ismaning in eine riesige Öllache und richtet möglicherweise schwere Umweltschäden an - dann flüchtet er vom Unfallort. 

München – Rund 600 Liter Hydrauliköl ergossen am Mittwochmorgen über die Münchner Straße zwischen Unterföhring und Ismaning, nachdem der Fahrer eines rund 60 Tonnen schweren Mobilkrans offensichtlich die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte.

Warum das Gefährt gegen 7:30 Uhr in Richtung Unterföhring einen Baum rammte, dann mit aufgerissener Hydraulikleitung weiterfuhr, um 150 Meter weiter erneut gegen einen Baum zu fahren, ist noch unklar. Die Rekonstruktion der Unfallursache ist schwierig aufgrund der Tatsache, dass den Fahrer offensichtlich nach seiner Chaosfahrt die Panik gepackt hatte. Er ließ nach dem zweiten Crash das Fahrzeug am Straßenrand stehen und rief sich ein Taxi, mit dem er sich dann vom Unfallort entfernte, ohne Rettungskräfte zu verständigen oder seine Personalien zu hinterlassen.

Zurück ließ der Unfallfahrer einen regelrechten Ölsee, der eine ernste Bedrohung für die Umwelt und das an die Straße angrenzende Wasserschutzgebiet darstellte. Die Feuerwehr Ismaning setzte enorme Mengen Ölbindemittel ein, um den Schaden zu begrenzen. Um das bereits versickerte Öl zu beseitigen, musste eine Spezialfirma das Straßenbankett auf etwa 200 Metern Länge abtragen. Die Fahrbahn blieb bis gegen 18:00 Uhr gesperrt.

Als die Polizei die Identität des flüchtigen Kranfahrers ermitteln wollte, wandte sie sich an dessen Arbeitgeber. Dort gaben zwei Mitarbeiter der Firma, ein 45-jähriger Kraftfahrer und ein 54-jährigee Disponent, zunächst an, den Unfallverursacher gar nicht zu kennen. Das stellte sich jedoch schnell als Lüge heraus, weshalb gegen die beiden nun wegen Strafvereitelung ermittelt wird. Der 36-jährigen Kranfahrer aus dem Landkreis München ist mittlerweile auch identifiziert und sieht sich nun mit noch weitaus schwereren Beschuldigungen konfrontiert.

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