TSV 1860 zieht Berlin-Trainer: "Löwen sind überall eine Riesennummer"

Farbenfroh und stimmungsvoll: die Westkurve im Grünwalder Stadion. Foto: imago/MIS

Der Erdinger Sebastian Bönig ist mittlerweile Co-Trainer bei Union Berlin in der 2. Liga. In einem Interview erzählt der Ex-Profi, wie sehr der TSV 1860 trotz des Absturzes selbst die Fußball-Fans in der Hauptstadt beschäftigt.

München - Der TSV 1860 zieht. Jahrelange interne Querelen, der Frontal-Absturz aus der 2. Liga in die Regionalliga Bayern, die fatal gescheiterte Zusammenarbeit mit einem Investor - die Löwen beschäftigen viele Fans und Beobachter in Deutschland. Viertklassigkeit hin oder her (Hier geht es zur Themenseite TSV 1860).

TSV 1860 als Gegenentwurf 

Nach der hochemotionalen Rückkehr ins Grünwalder Stadion sind die Giesinger so etwas wie der Gegenentwurf zu Klubs, die Arenen an Autobahnkreuzen hochziehen und sich immer weiter von ihrer eigentlichen Herkunft, ihrer Basis entfernen. Das zieht wiederum das Interesse derer auf sie, die sich den Fußball wieder näher am Fan wünschen.

Auch der Streit mit Hasan Ismaik polarisiert weit über München hinaus, überlegen schließlich auch andere Vereine, sich ausländische Geldgeber dazuzuholen. Dass Sechzig in Fußball-Deutschland längst nicht abgeschrieben ist, im Gegenteil, bestätigte nun auch Sebastian Bönig mit Blick auf die Hauptstadt. Der 36-jährige Erdinger und Ex-Profi ist Co-Trainer bei Union Berlin in der 2. Liga.

"Es ist der Wahnsinn mit den Löwen. Die sind überall eine Riesennummer. Auch in Berlin wird über die geredet", erzählte Bönig im Interview mit dem Merkur. "Jens Keller (Ex-Trainer Union, d. Red.) und André Hofschneider (aktueller Coach, d. Red.) haben ja auch eine blaue Vergangenheit."

"Bierofka macht eine überragende Arbeit"

Bönig, der beim FC Bayern ausgebildet wurde und später für die LR Ahlen und Union Berlin in der 2. Liga spielte, hatte zudem viel Lob für den Löwen-Trainer übrig.

Seit vier Jahren Co-Trainer von Union Berlin: Sebastian Bönig (re.).

Seit vier Jahren Co-Trainer von Union Berlin: Sebastian Bönig (re.). (Foto: imago/Matthias Koch)

"Daniel Bierofka macht eine überragende Arbeit. Ich kenne ihn von unserer gemeinsamen Zeit bei der Jugend des FC Bayern. Er ist brutal ehrgeizig und tut alles für den Erfolg seiner jungen Mannschaft", meinte er. "Man darf nicht vergessen, unter welchem Druck die Burschen stehen. Die Aufstiegsspiele werden dann nochmal eine ganz andere Nummer."

In der Tat: Sollte Sechzig Meister der Regionalliga Bayern werden, steht am 24. Mai und 27. Mai die Relegation um den Aufstieg in die Dritte Liga an. Auch dann rücken die Giesinger wieder deutschlandweit in den Fokus der Fußball-Fans.

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