Der TSV 1860 hat nach dem Auftaktniederlage gegen den 1. FC Nürnberg auch bei Union Berlin verloren. In beiden Spielen vergaben die Löwen mehrere dicke Chancen. Spielmacher Michael Liendl und Neuzugang Jan Mauersberger wissen, woran es liegt.

München - "Wir machen die Tore nicht", klagte 1860-Neuzugang Jan Mauersberger nach der 0:3-Pleite bei Union Berlin. Ein Satz, der die momentane Situation bei den Löwen auf den Punkt bringt. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre sowohl gegen Nürnberg, als auch bei den Eisernen mehr drin gewesen - in beiden Fällen sogar ein Sieg. In beiden Fällen stand am Ende aber eine Löwen-Pleite zu Buche, die den Fehlstart nach der Winterpause besiegelten. Nun haben die Sechziger bereits neun Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Das große Problem der Löwen: Es mangelt am zählbaren Ertrag. Dazu erwies sich der Gegner am Sonntag nicht mehr so gnädig: Während der Club seine Konter nicht vollenden konnte, erzielten die Berliner in den Schlussminuten zwei Treffer. Spielmacher Liendl wusste nach dem Schlusspfiff: "In unserem Fall ist es unerheblich, ob du 0:1 oder 0:3 verlierst. Wir hatten gefühlt acht, neun oder zehn gute Chancen zum Ausgleich. Dann läuft Union in der Phase, in der wir das Spiel weitgehend im Griff haben, einmal auf unser Tor zu und macht das 2:0", sagte der Österreicher - und kritisierte den fahrlässigen Umgang mit den eigenen Möglichkeiten: "Wenn wir aber die Tore nicht machen, dann wird es schwierig. Wir sind einfach nicht clever, nicht abgeklärt, nicht ruhig genug."

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Mauersberger blickte auf der Suche nach der Cleverness bereits nach vorne: Der Innenverteidiger hoffe, dass die Trainingsleistungen der Löwen für den Ernstfall Mut machen "Wir müssen trotzdem positiv bleiben. Im Training schaffen wir es ja auch, Tore zu machen. Das müssen wir jetzt schleunigst im Spiel hinbekommen", fordert Mauersberger. Nächste Möglichkeit? Am kommenden Sonntag gegen den VfL Bochum.

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