Beim letzten Spiel der Saison ist 1860-Investor Ismaik zu Gast. Zuvor sollen in München noch die Darlehensverträge unterschrieben werden

MÜNCHEN Wenn daheim die Sonne schon gnadenlos auf den Wüstensand knallt und sich hierzulande endlich der Frost verzogen hat, dann besuchen die Araber München am liebsten. Und wenn am Sonntag auch noch die Löwen zum letzten Mal in dieser Saison in der Allianz Arena spielen, lässt sich auch Hasan Ismaik gerne mal wieder in München blicken.

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Am Freitag jedenfalls ist der Jordanier eingeflogen. Rechtzeitig zum Ende der Saison will der Investor, den 1860-Aufsichtsratschef Otto Steiner seit März ja nur noch als „Löwen-Freund“ bezeichnet, mit den Vereins-Bossen die letzten offenen Fragen zur Planung der kommenden Saison klären.

Es sollen erfolgreiche Gespräche werden. Die Löwen würden sich vom Investor gerne fünf Millionen Euro zur Bestreitung der kommenden Saison leihen. Zwei Millionen, um das auflaufende Defizit auszugleichen, drei für den Spielerkader. Rund 9,5 Millionen Euro sollen Trainer Reiner Maurer und Sportchef Florian Hinterbeger nächste Saison zur Verfügung haben, um die Mannschaft zu bezahlen. In Grzegorz Wojtkowjak, der für den vorläufigen EM-Kader Polens nominiert wurde, hat 1860 den ersten Neuzugang bereits vorgestellt, nach der endgültigen Einigung mit Ismaik könnte es ganz schnell gehen mit weiteren Verpflichtungen.

Spätestens am Samstag sollen die langfristigen Darlehensverträge, die zudem erst im Erfolgsfall fällig werden, unterschrieben werden. Dass die Verhandlungen noch platzen, darf wohl ausgeschlossen werden. Am Sonntag will Ismaik sich das Spiel in der Arena anschauen.

Präsident Dieter Schneider, mit dem Ismaik ja lange über Kreuz gestanden war, hat ihm schon mal schriftlich einen gebührenden Empfang bereitet. „Die Kooperation mit unseren Partnern Hasan Ismaik und Hamada Iraki hat sich sich mittlerweile zu einer konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit entwickelt. Ich denke, wir haben ein gutes Fundament gefunden, um ambitioniert in die neue Saison zu starten“, schreibt er im Vorwort des Stadionheftes. 

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