TSV 1860 Großer Erfolgsdruck für die Löwen: Weg mit dem Rucksack!
Maximilian Wessing, 10.08.2012 12:35 Uhr
Die Nummer Eins des TSV 1860 Gabor Kiraly kam bei der 1:4 Niederlage der ungarischen Nationalmannschaft gegen die Niederlande nicht zum Einsatz.Foto: sampics/AK
Die Löwen steigen auf - zumindest, wenn es nach aktuellen Umfragen geht. Die hohen Erwartungen üben jedoch Druck aus auf die Spieler - und den tragen sie laut Trainer Maurer wie einen Rucksack mit auf dem Platz.
München – Bereits vor der Saison wurden die Löwen immer wieder genannt, als die Frage aufkam: „Wer schafft es denn, den Aufstieg in die erste Liga?“ Der ehemalige Löwen-Trainer Ewald Lienen sprach sogar davon, dass die Sechzger der Top-Favorit seien. Nach dem ersten Spieltag hat sich die Situation keinesfalls verändert – trotz der eher mageren Leistung beim jüngsten 1:0-Sieg gegen Regensburg.
In aktuellen Umfragen bekommen die Löwen häufig die meisten Klicks oder Anrufe. Ist diese Erwartungshaltung vielleicht (noch) ein bisschen zu hoch? Löwen-Trainer Reiner Maurer sprach nach dem jüngsten 1:0-Sieg gegen Regensburg davon, dass seine Akteure mit Rucksäcken über den Platz gelaufen seien. Sportchef Florian Hinterberger versucht deshalb, die Erwartungen im Rahmen zu halten. „Es ist schön, dass eine solch positive Stimmung im Umfeld herrscht. Wenn sich manche Fans jedoch nur fragen, wie hoch wir in Zukunft gewinnen werden – ich habe das allerdings noch nicht mitbekommen – dann habe ich dafür kein Verständnis.“
Um auch weiterhin in der Erfolgsspur zu bleiben, fordert der Sportchef deshalb: „Wir müssen besser Fußballspielen. Und mit dem Erfolg kommt die spielerische Leichtigkeit von alleine.“ Dann wäre der imaginäre Rucksack Geschichte. Auch Löwen-Schlussmann Gabor Kiraly bittet um ein wenig Geduld. „Von einer neuen Mannschaft kann man nicht erwarten, dass sie sofort überragend spielt. Wir müssen einige Dinge verbessern, daran arbeiten wir die ganze Woche. Doch es geht nicht sofort von eins auf zwei.“ Deshalb kann Kiraly noch weiterhin damit leben, wenn die Mannschaft nicht glänzt, aber punktet. „Wenn wir schlecht spielen und in Dresden 2:0 gewinnen, bin ich hochzufrieden.“


Ansichtssache
Ich würde sagen, dass das Hauptproblem darin besteht, dass die euphorische Stimmung nicht in ein erstarktes Selbstbewusstsein und ein entsprechendes Auftreten auf dem Platz umgemünzt wird. Eine hohe Erwartungshaltung kann ja auch positiv aufgenommen werden und muss nicht lähmen, da sind der Trainer und die anderen Betreuer gefragt, das so an die Mannschaft heranzutragen. Defensiv gut zu stehen ist immer gut, aber in dieser Saison hat 60 die Spieler, um einen Gegner auch mal in dessen Spielhälfte zu binden und unter Druck zu setzen. Das würde ich mir für die kommenden Heimspiele mehr wünschen! Mit so einem Spielstil geht auch eine ganz andere psychische Haltung einher, die sich durch Selbstbewusstsein und Stärke auszeichnet. Also: mehr Löwenmut!
Man muß
kein Prophet sein um zu wissen.1860 verliert in Dresden.Unglücklich und wieder einen Elfer gg.sich.Das ist wie mit der EU...nur in Liga 2 mögen Alle die Löwen nicht...besonders die Schiris...100%ig!
Rucksack...
damit sind die Spieler all die letzten Jahre in jeder saison rumgelaufen.kein wunder also ,dass sie gegenüber den anderen mannschaften im nachteil waren.aber :die rucksäcke wurden der mannschaft von außen her aufgebunden.presse ,fans und den wirtschaftlichen zwängen.ich hoffe ,dass die mannschaft diesen ballast innerhalb der nächsten fünf oder sechs spiele abschütteln kann.