Der TSV 1860 hat am Donnerstagabend beim ALKO-Cup in Ulm teilgenommen. Die Löwen flogen im Halbfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern raus, holten sich am Ende durch den dritten Platz aber ein kleines Erfolgserlebnis.

München/Ulm - Kaum ging es bei den Löwen wieder los, schon gab's ein Hallenturnier: Am Donnerstag, als die Löwen nach der Winterpause wieder in die Vorbereitung einstiegen, nahm das Team von Trainer Benno Möhlmann am ALKO-Cup in Neuulm teil. Die Löwen kämpften gegen Gastgeber SSV Ulm, den 1. FC Kaiserslautern, Greuther Fürth, Sonnenhof Großaspach und den FV Illterissen um den Turniersieg.

Die Gruppenphase überstanden die Löwen als Erster noch, im Halbfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern setzte es eine böse 2:6-Pleite. Durch einen 4:2-Sieg gegen den FV Illertissen sicherten sich die Sechzger am Ende den dritten Platz.

 

Trotz Auftaktpleite weiter

 

Das erste Spiel, als die Löwen das Turnier gegen den Gastgeber eröffnente, begann eigentlich vielversprechend: Nico Karger sorgte mit dem ersten Löwen-Treffer des Jahres 2016 für die 1:0-Führung gegen den Fünftligisten. Der drehte das Spiel aber in nur einer Minute und brachte Sechzig eine empfindliche Auftaktpleite bei.

Im zweiten Spiel gegen den FV Illertissen platzte der Knoten: Die Löwen landeten einen 6:1-Kantersieg gegen den zweiten Fünfligisten in ihrer Vorrundengruppe. TDie 1860-Tore: Michael Liendl, Maximilian Wittek (je 2), Fejsal Mulic und ein Eigentor von Kling. Damit zogen die Löwen als Gruppenerster in die K.o.-Phase ein.

 

Halbfinal-Aus gegen Lautern

 

Im Halbfinale traf das Möhlmann-Team auf den 1. FC Kaiserslautern: Nach dem Führungstreffer von Daniel Adlung in der ersten Minute drehte Deville das Spiel mit zwei Treffern in zwei Minuten fast unmittelbar. Nach einer Sturm-und-Drang-Phase der Löwen war es Colak, der zum 3:1 für die Roten Teufel traf.

Im zweiten Durchgang bäumten sich die Löwen nochmal auf und warfen alles nach vorne. Fejsal Mulic übertrieb es dabei und handelte sich für eine Tätlichkeit ebenso wie kurz darauf Torwart Stefan Ortega aufgrund eines übermotivierten Ausfluges aus seinem Kasten eine Zwei-Minuten-Strafe ein. Prompt nutzte Lautern die Überzahl und Dorow zum 1:4. Schmidt und Lensch machten mit ihren Treffern alles klar. Adlungs Ergebniskosmetik zum 2:6 konnte am Halbfinalaus der Blauen nichts mehr ändern.

 

Wiedersehen mit Illertissen

 

Im Spiel um Platz drei bekam es 1860 zum zweiten Mal mit Illertissen zu tun. Kurios: Im Halbfinale lag der doppelte Löwen-Gegner gegen Greuther Fürth schon mit 3:0 vorne, verlor aber noch mit 4:6. Gegen Sechzig wurd's dann auch torreich: Schon nach 15 Sekunden lagen die Löwen durch ein Tor von Ludmann hinten, aber dann schlug der Zweitligist gegen den unterklassigen Kontrahenten aus der Regionalliga Bayern zurück. Liendl traf jedoch schnell zum 1:1-Ausgleich. Wittek legte nach einer Ecke mit Schmackes das 2:1 nach, Youngster Karger erhöhte auf 3:1. Nach der Pause sorgte erneut Ludmann für den Anschlusstreffer, Korbinian Vollmann besiegelte mit dem 4:2-Siegtreffer kurz vor Spielende den dritten Platz für den TSV 1860 - immerhin ein kleines Erfolgserlebnis, wenn die Löwen dafür auch nur zweimal gegen einen Regionalligisten gewonnen haben.