Die entscheidende Frage bei 1860: Bleibt Schneider Präsident? Er hat es nicht in der Hand

MÜNCHEN Der Weltfrauentag wird zum Tag der Wahrheit für die Männer, die den TSV 1860 führen. Spätestens am 8. März will der Löwen-Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Otto Steiner mitteilen, wen die Vereinsmitglieder im Mai zum Präsidenten küren sollen.

Dieter Schneider, der amtierende Präsident, würde gerne noch eine weitere Amtszeit dranhängen. Das hat er immer wieder betont. Selbst in der Hand hat er es aber nicht. Er ist angewiesen auf den guten Willen des Aufsichtsrates – aus dem es Steiner ins Präsidenten-Amt treibt. Gemeinsam mit vier Mitstreitern – namentlich die aktuellen Aufsichtsräte Klaus Leipold, Robert von Bennigsen, Christian Waggershauser und ein noch nicht benannter Ex-Profi – könnte der TV-Produzent sich dem Vernehmen nach selbst nominieren und wählen lassen. Steiners augenscheinlich größtes Pfund: Sein gutes Verhältnis zu Investor Hasan Ismaik.

Der Jordanier scheint auch dafür verantwortlich, dass Schneider, sollte er doch nominiert werden, wohl nicht mehr auf die Hilfe des jetzigen Schatzmeisters Wolfgang Hauner zählen kann. Der Pressesprecher der Bundespolizei soll den Gremien mitgeteilt haben, dass er für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung steht. Nachdem Ismaik ihn bei seinem Besuch im Januar als „Police-Officer” bezeichnete, mit dem er nicht zusammenarbeiten könne, soll Hauner befürchtet haben, dass das Amt beim Chaos-Klub ihn seinen guten Ruf kosten könnte. 

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