Der Bayerische Städtebund warnt: Bis 2013 werde es im Freistaat entgegen der Versicherung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) nicht genügend Krippenplätze geben.

München - Nach Einschätzung des Bayerischen Städtebunds wird es bis 2013 nicht genügend Krippenplätze im Freistaat geben. Obwohl ab 1. August kommenden Jahres alle Familien einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz haben, werde wohl nur eine Versorgung von 30 bis 35 Prozent erreicht, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Ulrich Maly (SPD), am Montag in München. Zwar werde in Bayern „auf Teufel komm raus“ gebaut. „Aber wir glauben alle nicht, dass das reichen wird“, sagte Maly weiter. Denn der Bayerische Städtebund rechne mit einer Betreuungsquote von 50 Prozent.

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Mit dem Rechtsanspruch habe der Bund etwas beschlossen, was letztlich an den Kommunen hängen bleibe, kritisierte der SPD-Politiker. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte am Wochenende versichert, mit einem „Endspurt“ sei es möglich, bis 1. Januar 2013 die erforderlichen Kita-Plätze in Deutschland anzubieten. Laut Schröder fehlen bundesweit noch 160.000 Plätze.

 

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