Trainersuche in Bremen Erstes Werder-Training unter Interims-Chef Kohfeldt

Wird nach dem Aus von Alexander Nouri vorerst das Training bei Werder Bremen leiten: Florian Kohfeldt. Foto: Jörg Sarbach Foto: dpa

Bruno Labbadia, Thomas Tuchel, Marcel Koller, Markus Weinzierl und Thomas Schaaf: Die Liste der arbeitslosen Fußball-Trainer ist lang - und damit auch die Liste der möglichen Nachfolger von Alexander Nouri bei Werder Bremen.

Bremen - Interimstrainer Florian Kohfeldt hat am Dienstag erstmals das Training beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Werder Bremen geleitet.

Die Einheit am Nachmittag fand nicht-öffentlich statt. Auch am Mittwoch will der 35 Jahre alte bisherige Coach von Werders Drittligateam den Tabellen-Vorletzten der Bundesliga auf das Auswärtsspiel am Freitag bei Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr) vorbereiten. "Das ist eine sehr aggressive Mannschaft. Da werden wir Lösungen finden müssen", sagte Kohfeldt.

Werder hatte sich am Montag nach dem katastrophalen Saisonstart mit nur drei Toren und fünf Punkten aus zehn Spielen von Alexander Nouri getrennt. Kohfeldt übernahm zunächst die Profis bis Werder-Sportchef Frank Baumann einen geeigneten Trainer gefunden hat.

Auch Kohfeldt als Dauerlösung ist laut Baumann denkbar. Der kurzfristige Aufstieg des 35-Jährigen sorgte bei Werders Drittliga-Team für ein Comeback. Für Kohfeldt übernahm der frühere Werder-Profi und Nationalspieler Mirko Votava die zweite Mannschaft. Der 61-Jährige war zuvor Kohfeldts Assistent.

Werder ein ganz normaler Bundesligist...

Kohfeldt ist der vierte Cheftrainer seit dem Aus von Langzeit-Coach Thomas Schaaf vor rund vier Jahren. Robin Dutt scheiterte ebenso wie Viktor Skripnik und zuletzt Nouri. Der einst so solide und beständige SV Werder ist bei Trainer-Entlassungen längst ein ganz normaler Bundesligist geworden.

Zweimal scheiterte Werder bei dem Versuch, mit der Beförderung des U23-Trainers eine langfristige Lösung zu finden. Dennoch besitzt Kohfeldt eine Chance, sich für eine langfristige Tätigkeit als Profi-Trainer zu empfehlen. Aber parallel zu den ersten Trainingseinheiten unter Kohfeldt sondiert Baumann den Markt.

Muss der neue Coach eine Werder-Vergangenheit haben? Das spräche für Bruno Labbadia. Dass eine frühere Tätigkeit bei den Bremern aber nicht zwangsläufig zum Erfolg führt, dafür sind sowohl Skripnik als auch Nouri passende Beispiele.

Der neue Mann müsse "keinen Stallgeruch haben", sagte Baumann. Voraussetzung ist aber: "Er sollte mit seiner Art nach Bremen und zu Werder passen." Zum Profil des Nouri-Nachfolgers zählt laut Baumann auch: "Er muss der Mannschaft eine klare Handschrift geben, junge Spieler weiterentwickeln und die Balance zwischen Offensive und Defensive vermitteln können."

Derzeit arbeitslos muss der neue Mann nicht sein. Werder schaut auch nach Trainern, "die unter Vertrag stehen", betonte Baumann. Mit dieser Aussage erweitert der Manager den Kreis der Kandidaten und die Möglichkeiten zur Spekulation.

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